Bild folgtKI-generierte IllustrationXestia speciosa
Auch bekannt als: Heidelbeer-Moorheiden-Erdeule
An der beachtlichen Größe und der kontrastreichen Zeichnung lässt sich die Schmucke Erdeule (Xestia speciosa) sofort erkennen. Dieser Falter erreicht ein Gewicht von etwa 0,06 Gramm und bildet pro Jahr eine einzige Generation aus. Da die Art polyphag (vielfressend an verschiedenen Pflanzenarten) ist, findet die Larve (Raupe) an vielen heimischen Gewächsen ihre Nahrung. Im Frühjahr, sobald die Temperaturen steigen, fressen die Raupen bevorzugt an den jungen Trieben der Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) oder der Rauschbeere (Vaccinium uliginosum). Die erwachsenen Falter sind ab Mai aktiv und besuchen im Sommer gerne die Blüten des Alpendosts (Adenostyles) oder der Schwarzen Heckenkirsche (Lonicera nigra). Im Spätsommer kann man sie bei der Nektarsuche an verschiedenen Greiskräutern (Senecio) beobachten. Die Überwinterung erfolgt als Larve (Raupe) in der Bodenstreu oder unter dichten Moospolstern, wo sie in eine Kältestarre verfällt. Du kannst diesen seltenen Gast fördern, indem du alpine Zwergsträucher in deinem Garten integrierst und auf das herbstliche Aufräumen von Falllaub verzichtest. Ein kühler, feuchter Gartenplatz mit heimischen Wildpflanzen entspricht genau ihren Bedürfnissen.
Dieses Tier ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher, der weder sticht noch beißt. Da die Schmucke Erdeule spezialisierte Ansprüche an kühle Lebensräume stellt, sollte man die Falter nicht berühren, um die empfindliche Beschuppung ihrer Flügel nicht zu verletzen.
Die Schmucke Erdeule (Xestia speciosa) ist ein Schmetterling aus der Familie der Eulenfalter (Noctuidae). Ihr Hauptverbreitungsgebiet in unserer Region liegt in der Schweiz, wobei sie bevorzugt montane (gebirgige) Lagen besiedelt. Als kälteliebende Art ist sie an kühle Temperaturnischen angepasst und kommt vor allem in höheren Lagen oder schattigen Wäldern vor. Für Laien ist sie durch ihre Größe und die graubraune Marmorierung der Vorderflügel erkennbar, die auf rindenbedeckten Stämmen eine exzellente Tarnung bietet.
Körpergröße
large
Nahrung
polyphagous
Überwinterung
larva
Temperatur
cold
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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