Bild folgtKI-generierte IllustrationXysticus audax (Schrank, 1803)
Die Zwillingskrabbenspinne (Xysticus audax) ist eine kleine, meist bräunlich gemusterte Spinne, die durch ihre krabbenähnliche Körperhaltung und das Fehlen eines Fangnetzes auffällt. Diese Art gehört zu den Lauerjägern, was bedeutet, dass sie bewegungslos auf Beute wartet, anstatt Netze zu weben. In deinem Garten hält sie sich bevorzugt in der Krautschicht (der Bereich der bodennahen Pflanzen) oder auf Sträuchern auf. Ihre kräftigen Vorderbeine nutzt sie, um herannahende Insekten blitzschnell zu packen. Als geschickte Jägerin unterstützt sie dich bei der biologischen Schädlingskontrolle, indem sie Blattläuse und kleine Fliegen frisst. Da sie keine störenden Netze baut, bemerkst du sie oft erst bei der Gartenarbeit an sonnigen Stellen. Du kannst diesen Nützling fördern, indem du verblühte Stauden und Laubstrukturen über den Winter stehen lässt. Solche Rückzugsorte sind für das Überleben der Tiere in der kalten Jahreszeit entscheidend. Wenn du im Februar bereits erste Gartenarbeiten erledigst, achte auf diese kleinen Helfer in den trockenen Pflanzenresten. Ein naturnaher Garten mit vielen Verstecken ist ihr idealer Lebensraum. Durch den Verzicht auf Pestizide (chemische Pflanzenschutzmittel) sicherst du ihr Nahrungsangebot und ihre Gesundheit.
Die Zwillingskrabbenspinne ist für Menschen vollkommen harmlos und ausgesprochen scheu. Ihre Kieferklauen sind nicht darauf ausgelegt, die menschliche Haut zu durchdringen. Du kannst sie bei der Gartenarbeit bedenkenlos gewähren lassen, da sie keine Gefahr für Kinder oder Haustiere darstellt.
Diese Spinne gehört zur Ordnung der Araneae (Webspinnen) und zur Familie der Thomisidae (Krabbenspinnen). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt offene bis halbschattige Lebensräume. Mit einer Körperlänge von etwa 4 bis 8 Millimetern ist sie recht kompakt gebaut. Ihr lateinischer Name verweist auf die Gattung Xysticus, die für das Leben in der niederen Vegetation spezialisiert ist. Die Tiere sind perfekt an ihre Umgebung angepasst und nutzen ihre Färbung zur Tarnung vor Fressfeinden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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