Bild folgtKI-generierte IllustrationZannichellia palustris
Auffällig sind die fadenförmigen, gegenständigen Blätter, die dem Sumpf-Teichfaden (Zannichellia palustris) seinen Namen geben. Du erkennst ihn an den zarten, fast transparenten Trieben, die flutend in feuchten oder wasserüberstauten Bereichen wachsen. Für deinen Naturgarten ist dieser Archäophyt (eine vor 1492 eingewanderte Art) wertvoll, da er das Wasser klärt und Sauerstoff spendet. Auch wenn keine Daten zu spezifischen Insekten vorliegen, profitiert die gesamte Teichfauna von der verbesserten Wasserqualität. Hol dir diesen bescheidenen Helfer in deinen Garten.
Die unsichtbare Wasserfilteranlage: Sauerstoff und Schutz für deinen Naturteich.
Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen übernimmt der Sumpf-Teichfaden (Zannichellia palustris) wichtige Funktionen im Wasserhaushalt. Da keine spezifischen Daten zu Bestäubern oder Raupenfutterpflanzen vorliegen, konzentriert sich sein Wert auf die Bereitstellung von Sauerstoff und Struktur. In seinem dichten Geflecht finden viele aquatische Kleinstlebewesen Schutz vor Fressfeinden. Zudem tragen die Bestände zur Bindung von überschüssigen Nährstoffen bei. Dies fördert indirekt die gesamte Biodiversität deines Gartenteichs.
Der Sumpf-Teichfaden (Zannichellia palustris) wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt zumeist an der Verortung in feuchten oder nassen Gartenbereichen, die für Kleinkinder Risiken bergen können. Es liegen keine Hinweise auf Giftigkeit vor, dennoch solltest du beim Umgang mit Teichpflanzen vorsichtig sein. Eine Verwechslung mit giftigen Wasserpflanzen ist aufgrund der Blattform unwahrscheinlich.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.21 m
Suche für den Sumpf-Teichfaden (Zannichellia palustris) einen Platz im Halbschatten deines Gartens aus.
Der Standort sollte dauerhaft feucht sein, da die Pflanze an nasse Bedingungen angepasst ist.
Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen sehr nährstoffreichen oder fetten Boden.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai.
Alternativ kannst du sie auch im Herbst zwischen September und November setzen, solange der Boden noch offen ist.
Achte bei der Pflege darauf, dass der Boden niemals austrocknet.
Da die Pflanze indigen (einheimisch) ist, kommt sie mit unserem Klima sehr gut zurecht.
Eine Vermehrung erfolgt meist unkompliziert über Ausläufer oder Samen.
Als gute Begleitpflanze eignet sich das Rauhe Hornblatt (Ceratophyllum demersum).
Diese Kombination ist ökologisch sinnvoll, da beide Arten ähnliche Standortansprüche teilen.
Gemeinsam sorgen sie für eine effektive Nährstoffbindung im feuchten Milieu.
So schaffst du ein stabiles Kleinklima an deinem Teichrand.
Der Sumpf-Teichfaden (Zannichellia palustris) gehört zur Familie der Laichkrautgewächse (Potamogetonaceae) innerhalb der Ordnung der Froschlöffelartigen (Alismatales). Er ist in ganz Mitteleuropa, einschließlich Deutschland, Österreich und der Schweiz, verbreitet und besiedelt bevorzugt nährstoffreiche Stillgewässer. Morphologisch zeichnet er sich durch extrem schmale, fadenförmige Blätter aus, die meist gegenständig am Stängel angeordnet sind. Die Pflanze wächst überwiegend submers (unter der Wasseroberfläche) und ist an das Leben im Wasser perfekt angepasst.
3 Videos zu Sumpf-Teichfaden



•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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