Bild folgtKI-generierte IllustrationZerynthia cassandra
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An den cremegelben Flügeln mit dem markanten schwarzen Gittermuster und den kleinen roten Punkten am Rand der Hinterflügel lässt sich Zerynthia cassandra sofort erkennen. Dieser Schmetterling bringt pro Jahr nur eine Generation hervor (univoltin). Die Weibchen legen ihre Eier bevorzugt einzeln oder in kleinen Gruppen an die Blattunterseite der Osterluzei (Aristolochia) ab. Im zeitigen Frühjahr besuchen die Falter verschiedene heimische Nektarquellen wie den Huflattich (Tussilago farfara) oder den Löwenzahn (Taraxacum). In den Sommermonaten und im Herbst kannst du diesen Falter nicht beobachten, da seine Flugzeit bereits im späten Frühjahr endet. Die Raupe ernährt sich spezialisiert und ausschließlich von den Blättern der Osterluzei-Gewächse. Die Überwinterung erfolgt als Gürtelpuppe (eine durch einen Seidenfaden fixierte Puppenruhe) in der Kältestarre (Zustand stark verlangsamten Stoffwechsels) an geschützten Stellen wie Pflanzenstängeln oder Steinen. Da diese Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht heimisch ist, wirst du sie im eigenen Garten kaum vorfinden. Du kannst jedoch heimische Ritterfalter unterstützen, indem du auf Pestizide verzichtest und wilde Ecken mit heimischen Wildblumen zulässt. Eine naturnahe Gartengestaltung hilft dabei, die Artenvielfalt insgesamt zu bewahren.
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Völlig harmlos und ein nützlicher Bestandteil des Ökosystems in seinem natürlichen Verbreitungsgebiet. Da die Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht vorkommt, besteht keine Verwechslungsgefahr mit stechenden Insekten. In Italien ist der Falter streng geschützt und darf weder gefangen noch in seinem Lebensraum gestört werden.
Zerynthia cassandra, auch als Italienischer Osterluzeifalter bekannt, gehört zur Familie der Ritterfalter (Papilionidae). Die Art ist ein Endemit (Vorkommen nur in einem begrenzten Gebiet) Italiens und besiedelt dort warme, offene Landschaften mit Beständen der Osterluzei. Mit einer Spannweite von etwa fünf Zentimetern und der gelben, schwarz gemusterten Flügeloberseite ist er für Laien kaum vom gewöhnlichen Osterluzeifalter (Zerynthia polyxena) zu unterscheiden. Eine sichere Differenzierung der beiden Arten erfolgte erst in jüngerer Zeit durch genetische Untersuchungen und die Analyse der männlichen Geschlechtsorgane.
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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