Bild folgtKI-generierte IllustrationZerynthia polyxena
Auch bekannt als: Osterluzeifalter, Südlicher Osterluzeifalter
Wer den Osterluzeifalter (Zerynthia polyxena) einmal beobachtet hat, vergisst ihn nicht: Seine gelben Flügel sind mit einem markanten, schwarzen Netzmuster und auffälligen roten Punkten an den Hinterflügeln verziert. Dieser Schmetterling bringt nur eine einzige Generation pro Jahr hervor, die vorwiegend im April und Mai fliegt. Das Weibchen legt etwa 40 bis 60 kugelige Eier einzeln oder in kleinen Gruppen an die Blätter der Gewöhnlichen Osterluzei (Aristolochia clematitis) ab. Da die Art monophag (auf eine einzige Futterpflanze spezialisiert) ist, findest du die Raupen ausschließlich an dieser Pflanze. Die Raupen sind gelblich oder weißlich mit charakteristischen, fleischigen Ausstülpungen versehen. Im Frühling besuchen die Falter gerne Nektarquellen wie den Kriechenden Günsel (Ajuga reptans) oder den Löwenzahn (Taraxacum). Den Sommer verbringt das Tier bereits im Puppenstadium, da die eigentliche Flugzeit sehr kurz bemessen ist. Er überwintert als Gürtelpuppe (eine durch einen Gespinstfaden am Untergrund befestigte Puppe) an trockenen Pflanzenstängeln oder Steinen. Um diesen seltenen Gast zu fördern, solltest du die Gewöhnliche Osterluzei in sonnigen Gartenbereichen ansiedeln. Achte darauf, vertrocknete Pflanzenstängel über den Winter stehen zu lassen, damit die Puppen nicht vernichtet werden. Du leistest so einen wertvollen Beitrag zum Erhalt dieser bedrohten Art.
Völlig harmlos und ein faszinierender Gartenbesucher, der weder sticht noch beißt. Der Osterluzeifalter ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt, weshalb du ihn keinesfalls einfangen, berühren oder umsiedeln darfst. Es besteht in Mitteleuropa kaum Verwechslungsgefahr mit anderen heimischen Arten.
Der Osterluzeifalter (Zerynthia polyxena) gehört zur Ordnung der Schmetterlinge (Lepidoptera) und zur Familie der Ritterfalter (Papilionidae). In unserer Region kommt er vor allem in wärmebegünstigten Gebieten Österreichs und der Schweiz vor, während er in Deutschland extrem selten ist. Mit einer Flügelspannweite von 45 bis 52 Millimetern und seinem markanten gelb-schwarz-roten Muster ist er für Laien kaum mit anderen Arten zu verwechseln. Er lebt eng an Standorte gebunden, an denen seine einzige Wirtspflanze in größeren Beständen wächst.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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