Bild folgtKI-generierte IllustrationZora silvestris Kulczyński, 1897
Das Felsheiden-Stachelbein (Zora silvestris) erkennst du an seinen auffälligen dunklen Längsstreifen auf dem hellen Vorderkörper und den namensgebenden, kräftigen Dornen an den Laufbeinen. Diese Spinne webt keine Fangnetze, sondern erbeutet ihre Nahrung als flinker Jäger direkt am Boden. In deinem Garten bevorzugt sie trockene Bereiche mit einer natürlichen Streuschicht (Ansammlung von abgefallenem Laub) oder niedriger Bodenvegetation. Sie ernährt sich allgemein räuberisch von verschiedenen kleinen Insekten und anderen wirbellosen Tieren, die sie im Lauf überwältigt. Als nützlicher Mitbewohner trägt sie dazu bei, das ökologische Gleichgewicht zu halten, indem sie die Bestände kleinerer Krabbeltiere reguliert. Du kannst dieses Tier unterstützen, indem du in ruhigen Gartenecken das Herbstlaub liegen lässt und auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtest. Da die Art heimisch ist, kommt sie mit unseren winterlichen Temperaturen gut zurecht und versteckt sich im Februar meist tief in der Laubschicht. Ein naturnaher Garten mit vielen Versteckmöglichkeiten bietet ihr den idealen Lebensraum. Beobachten lässt sie sich am ehesten an sonnigen Tagen, wenn sie geschützt am Boden nach Beute sucht.
Diese Spinne ist für den Menschen vollkommen harmlos und besitzt kein Gift, das uns gefährlich werden könnte. Da sie sehr scheu ist, flüchtet sie bei Störungen sofort in die Bodenstreu oder unter Steine, weshalb keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen im Garten nötig sind.
Das Felsheiden-Stachelbein (Zora silvestris) gehört zur Familie der Miturgidae (Echte Sackspinnen) und ist innerhalb der Gattung Zora eingeordnet. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Deutschland, Österreich, die Schweiz sowie Belgien. Als bodenbewohnende Jagdspinne ist sie auf strukturreiche, eher trockene Standorte spezialisiert. Die taxonomische (die biologische Einordnung betreffende) Stellung weist sie als hiesige Art aus, die keine Netze zum Beutefang nutzt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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