Aktivität von Wildbestäubern sinkt bei hoher Dichte von Honigbienenvölkern im städtischen Raum
Originaltitel: Wild pollinator activity negatively related to honey bee colony densities in urban context
Kernaussagen
Je mehr Honigbienenvölker in der städtischen Umgebung vorhanden sind, desto seltener besuchen Wildbienen und andere Insekten die dortigen Blüten.
Besonders große Solitärbienen, Käfer und Hummeln werden durch eine hohe Dichte an Honigbienen in ihrer Aktivität eingeschränkt.
Honigbienen konzentrieren sich bevorzugt auf angepflanzte Zierpflanzen, während Wildbestäuber sowohl Wild- als auch Zierpflanzen gleichermaßen nutzen.
Zusammenfassung
Aktivität von Wildbestäubern sinkt bei hoher Dichte von Honigbienenvölkern im städtischen Raum
Kernaussagen
1. Kernaussage
Aussage: Je mehr Honigbienenvölker in der städtischen Umgebung vorhanden sind, desto seltener besuchen Wildbienen und andere Insekten die dortigen Blüten.
Evidenz: Negative Korrelation in Radien von 500m (p=0.001) und 1000m (p=0.005)
Confidence: high
Zitat:
"wild pollinator visitation rates are negatively correlated to honey bee colony densities present in the surrounding landscape"
2. Kernaussage
Aussage: Besonders große Solitärbienen, Käfer und Hummeln werden durch eine hohe Dichte an Honigbienen in ihrer Aktivität eingeschränkt.
Evidenz: Signifikante Abnahme der Besuchsraten (p-Werte zwischen 0.002 und 0.012)
Confidence: high
Zitat:
"large solitary bee and beetle visitation rates were negatively affected by honey bee colony densities within a 500m buffer [...] and bumblebee visitation rates were negatively affected [...] within a 1000m buffer"
3. Kernaussage
Aussage: Honigbienen konzentrieren sich bevorzugt auf angepflanzte Zierpflanzen, während Wildbestäuber sowohl Wild- als auch Zierpflanzen gleichermaßen nutzen.
Evidenz: Student t-test, p = 0.001
Confidence: medium
Zitat:
"honey bees tended to focus their foraging activity on managed rather than wild plant species [...] whereas wild pollinators equally visited managed and wild species"
Methodik
Die Forscher untersuchten in Paris den Zusammenhang zwischen der Anzahl registrierter Honigbienenvölker und den Besuchsraten von Wildbestäubern auf Blüten in einem Umkreis von 500 bis 1000 Metern.
Stichprobe: Stadtgebiet von Paris, Frankreich; Analyse von Bestäubungsnetzwerken und Imkereidaten im städtischen Kontext.
Limitationen
Die Studie konzentriert sich auf Besuchsraten (Aktivität), nicht direkt auf das Überleben der Larven oder die Populationsgröße; Ergebnisse stammen aus einer extrem dicht besiedelten Metropole (Paris).
Zusammenfassung
Eine wissenschaftliche Untersuchung aus Paris warnt vor den Folgen einer zu hohen Dichte an Honigbienen in Städten. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Wildbienen, Hummeln und Käfer seltener an Blüten zu finden sind, wenn im Umkreis von bis zu einem Kilometer viele Honigbienenvölker stehen. Da Honigbienen bevorzugt gezüchtete Gartenpflanzen ansteuern, entsteht ein hoher Konkurrenzdruck, der die natürliche Vielfalt der Bestäuber aus dem Gleichgewicht bringen kann. Für den Naturschutz im Garten bedeutet dies, dass die Förderung von Wildbienen wichtiger ist als die Aufstellung eigener Honigbienenstöcke.
Praktische Empfehlung: Verzichten Sie in dicht besiedelten Gebieten auf die eigene Honigbienenhaltung und fördern Sie stattdessen gezielt Wildbienen durch heimische Wildpflanzen und Sandarien, um den Konkurrenzdruck zu mildern.
Diese Zusammenfassung wurde automatisch erstellt und muss vor Veröffentlichung geprüft werden. Summarized by: AI | Study ID: 58095304-c40a-4654-8f51-a0a4e597d6bc
Methodik
Studiendesign
Die Forscher untersuchten in Paris den Zusammenhang zwischen der Anzahl registrierter Honigbienenvölker und den Besuchsraten von Wildbestäubern auf Blüten in einem Umkreis von 500 bis 1000 Metern.
Stichprobe
Stadtgebiet von Paris, Frankreich; Analyse von Bestäubungsnetzwerken und Imkereidaten im städtischen Kontext.
Einschränkungen
Die Studie konzentriert sich auf Besuchsraten (Aktivität), nicht direkt auf das Überleben der Larven oder die Populationsgröße; Ergebnisse stammen aus einer extrem dicht besiedelten Metropole (Paris).
Abstract
As pollinator decline is increasingly reported in natural and agricultural environments, cities are perceived as shelters for pollinators because of low pesticide exposure and high floral diversity throughout the year. This has led to the development of environmental policies supporting pollinators in urban areas. However, policies are often restricted to the promotion of honey bee colony installations, which resulted in a strong increase in apiary numbers in cities. Recently, competition for floral resources between wild pollinators and honey bees has been highlighted in semi-natural contexts, but whether urban beekeeping could impact wild pollinators remains unknown. Here, we show that in the city of Paris (France), wild pollinator visitation rates are negatively correlated to honey bee colony densities present in the surrounding landscape (500m -slope = -0.614; p = 0.001 -and 1000m -slope = -0.489; p = 0.005). Regarding the morphological groups of wild pollinators, large solitary bee and beetle visitation rates were negatively affected by honey bee colony densities within a 500m buffer (slope = -0.425, p = 0.007 and slope = - 0.671, p = 0.002, respectively) and bumblebee visitation rates were negatively affected by honey bee colony density within a 1000m buffer (slope = - 0.451, p = 0.012). Further, lower interaction evenness in plant-pollinator networks was observed with high honey bee colony density within a 1000m buffer (slope = -0.487, p = 0.008). Finally, honey bees tended to focus their foraging activity on managed rather than wild plant species (student t-test, p = 0.001) whereas wild pollinators equally visited managed and wild species. We advocate responsible practices mitigating the introduction of high density of honey bee colonies in urban environments. Further studies are however needed to deepen our knowledge about the potential negative interactions between wild and domesticated pollinators.
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Quellenhinweis
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Originalquelle: https://doi.org/10.1371/journal.pone.0222316
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