Baue ein frostfreies Winterquartier für Frösche, Kröten und Molche. Schritt-für-Schritt-Anleitung für mehr Biodiversität im Naturgarten.
Ein steriler Garten ist im Winter eine Todesfalle für Amphibien. Wenn die Temperaturen sinken, suchen Erdkröten, Grasfrösche und Teichmolche nach frostfreien Verstecken an Land. Ein sogenanntes Hibernaculum bietet diesen Schutz. Dabei geht es nicht um Ästhetik, sondern um funktionale Ökologie: Du schaffst Hohlräume, die Wärme speichern und gleichzeitig vor Prädatoren schützen.
Wähle einen Platz, der windstill und frostgeschützt liegt. Die Nähe zu einer Feuchtzone oder einem Teich ist ideal, da die Wege für die Tiere kurz bleiben. Achte jedoch darauf, dass der Standort nicht staunass ist. Ein absaufendes Winterquartier führt zum Erstickungstod der Tiere.
| Material | Funktion im Quartier |
|---|---|
| Große Feldsteine / Wurzeln | Schaffen stabile, warme Hohlräume im Kern. |
| Totholz & Äste | Dienen als natürliche Isolierung und Strukturgeber. |
| Laub & Gartenerde | „Impfung“ für Mikroleben und zum Verschließen großer Zugluft-Löcher. |
| Drainrohre (optional) | Dienen als sichere „Eingangstunnel“ in das Innere. |
Amphibien fahren ihren Stoffwechsel im Winter extrem herunter. Jede Störung kostet wertvolle Energie, die im Frühjahr fehlt.
Der beste Zeitpunkt ist der Spätsommer bis September. So ist das Quartier bereit, bevor die Tiere ab Oktober einwandern.
Plane eine Tiefe von mindestens 40 bis 50 cm ein. In diesen Schichten bleibt der Boden meist frostfrei, was für das Überleben entscheidend ist.
Amphibien benötigen direkten Bodenkontakt für den Austausch von Feuchtigkeit und Erdwärme. Folien würden zudem Staunässe begünstigen.
Ja, solche Strukturen helfen auch Kleinsäugern wie Igeln oder nützlichen Insekten, sicher durch den Winter zu kommen.
Ein Laubhaufen hilft, bietet aber keinen Schutz vor tiefem Frost oder Prädatoren. Die Kombination aus Stein-Hohlräumen und Laub ist deutlich sicherer.




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