Pflanze den Hohlen Lerchensporn für Wildbienen. Er wächst im Schatten, ist winterhart und ökologisch wertvoll. Alles zu Standort, Pflege und Nutzen.
Der Hohle Lerchensporn (Corydalis cava) ist ein Paradebeispiel für funktionierende Ökosysteme im heimischen Garten. Als ausdauerndes Mohngewächs erscheint er früh im Jahr und schließt eine kritische Lücke im Nahrungsangebot für Insekten. Wenn du einen schattigen Gartenbereich hast, in dem sonst wenig blüht, ist dieser Frühblüher die optimale Besetzung.
Aus der Perspektive der Biodiversität ist Corydalis cava unverzichtbar. Im Gegensatz zu vielen hochgezüchteten Zierpflanzen bietet er echten biologischen Nutzen:
Der Hohle Lerchensporn ist ein Standortliebhaber. Er toleriert Bedingungen, die für viele andere Stauden schwierig sind. Wähle den Platz sorgfältig aus, damit sich die Pflanze dauerhaft etabliert.
Achte auf folgende Bodenbedingungen:
Praxis-Tipp: Da die Pflanze unempfindlich gegenüber Wurzeldruck ist, kannst du sie direkt in den Wurzelbereich alter Bäume setzen. Sie bildet dort mit der Zeit dichte, attraktive Teppiche.
| Eigenschaft | Detail |
|---|---|
| Wuchshöhe | 15 bis 30 cm |
| Blütezeit | März bis April (Frühling) |
| Blütenfarbe | Weiß oder Purpur |
| Winterhärte | Sehr hoch (bis -23 °C) |
| Vermehrung | Selbstaussaat durch Ameisen, Knollenbildung |
| Giftigkeit | Ja, enthält Alkaloide (Handschuhe tragen!) |
Ein spannendes Detail der Gartenökologie kannst du beim Lerchensporn direkt beobachten. Die runden Samen besitzen ein sogenanntes Elaiosom (ein fett- und eiweißreiches Anhängsel). Ameisen lieben dieses Anhängsel, schleppen die Samen in ihren Bau, fressen das Elaiosom und entsorgen den unversehrten Samen wieder. So verbreitet sich die Pflanze in deinem Garten ganz natürlich.
Ja, alle Pflanzenteile, besonders die Knollen, enthalten giftige Alkaloide. Trage beim Pflanzen Handschuhe.
Er bevorzugt halbschattige bis schattige Plätze, idealerweise unter Bäumen, auf nährstoffreichem, lehmigem Boden.
Besonders die Gehörnte Mauerbiene (Pollen), Hummeln (Nektar) und der Schwarze Apollofalter (Raupenfutter).
Die Samen werden durch Ameisen verbreitet (Myrmekochorie), die das nahrhafte Anhängsel der Samen fressen.
Die Blütezeit liegt im zeitigen Frühjahr, meist zwischen März und April.




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