Laub ist kein Abfall! Erfahre, warum du Laub als Mulch verwenden solltest, welche ökologischen Vorteile es bietet und wie du damit deinen Naturgarten winterfest machst.
Der Herbst ist da, und mit ihm beginnt in vielen Gärten das große Aufräumen. Doch halt: Wer einen lebendigen Naturgarten pflegt, legt den Laubsauger beiseite. Im Kontext unseres Hauptartikels Naturgarten im Oktober: Späte Blüten & Waldbeet anlegen ist der richtige Umgang mit dem fallenden Laub der nächste logische Schritt. Es handelt sich hierbei nicht um Müll, sondern um eine wertvolle Ressource, die dein Gartenökosystem stabilisiert.
In einem funktionierenden Ökosystem gibt es keinen Abfall. Bäume entziehen dem Boden während der Wachstumsperiode Nährstoffe und speichern sie in den Blättern. Wenn du das Laub entfernst, unterbrichst du diesen Kreislauf. Das Laub als Mulch verwenden bietet Vorteile, die weit über die bloße Düngung hinausgehen:
Nicht überall darf das Laub liegen bleiben. Auf Wegen besteht Rutschgefahr, und Gräser im Rasen benötigen Licht, um nicht zu faulen. Gehe strategisch vor:
Nicht jedes Blatt verrottet gleich schnell. Um Bodenversauerung oder Wachstumshemmungen zu steuern, musst du die Baumarten unterscheiden.
| Laubart | Zersetzungsdauer | Eigenschaften & Verwendung |
|---|---|---|
| Obstgehölze, Hasel, Linde, Ahorn | Schnell (ca. 1 Jahr) | Ideal für Staudenbeete und Gemüsegärten. Bildet rasch wertvollen Feinmulch. |
| Buche, Eiche | Langsam (2,5 - 3 Jahre) | Enthält Gerbsäure. Perfekt für das Waldbeet, unter Rhododendren oder als dauerhafte Mulchschicht unter Hecken. |
| Walnuss, Kastanie | Sehr langsam | Enthält viele Gerbstoffe. Nur in Maßen verwenden oder separat kompostieren. |
| Birke | Mittel | Gut geeignet, zersetzt sich in lockerem Boden gut. |
Wenn wir über Biodiversität sprechen, schauen wir oft nur auf das, was blüht und fliegt. Doch das Leben im Laub ist die Basis für das nächste Jahr. In der Laubstreu finden wir:
Achte beim Verteilen des Laubs darauf, die Schichten locker zu lassen und nicht zu stark zu verdichten, damit die aerobe Zersetzung (Verrottung mit Sauerstoff) gewährleistet bleibt und keine Fäulnis entsteht.
Nein. Eine dicke Laubschicht nimmt den Gräsern das Licht und fördert Pilzkrankheiten sowie Fäulnis. Entferne es dort und nutze es in den Beeten.
Laubhaufen sind essentielle Winterquartiere für Igel, Erdkröten, Spitzmäuse und zahlreiche Insekten wie Marienkäfer oder die Larven von Glühwürmchen.
Ja, aber gezielt. Eichenlaub verrottet langsam und säuert den Boden leicht an. Es ist ideal als Mulch für Waldbeete oder unter Hecken, weniger für das Gemüsebeet.
Zum Mulchen auf Beeten ist Häckseln vorteilhaft, da es die Zersetzung beschleunigt. Für Überwinterungshaufen lasse es ganz, um Hohlräume für Tiere zu erhalten.
Hauptartikel: Naturgarten im Oktober: Späte Blüten & Waldbeet anlegen




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