Im Februar-Vlog: Erste Wildblumen im Gewächshaus, die ökologische Bedeutung von Wasserstellen und mein neues Kinderbuch zur Umweltbildung.
Willkommen im Februar 2025! Während der Garten draußen noch in der Winterruhe verweilt, tut sich unter der Oberfläche und im geschützten Raum bereits einiges. In diesem Gartenvlog nehme ich dich mit auf eine kleine Expedition zu verborgenen Wasserstellen, wir werfen einen Blick ins Gewächshaus und ich stelle dir ein Projekt vor, das mir besonders am Herzen liegt: mein erstes Kinderbuch.




Viele Gärtner halten das Gewächshaus im Februar noch für einen toten Raum. Doch im Naturgarten nutzen wir diesen geschützten Bereich strategisch. Wie du im Vlog sehen kannst, blühen hier bereits die ersten Pflanzen.
Frühblühende Wildpflanzen sind überlebenswichtig für Wildbienenarten, die bereits bei niedrigen Temperaturen aktiv werden, wie etwa die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) oder Hummelköniginnen. Ein unbeheiztes Gewächshaus oder Kalthaus kann den Blühzeitpunkt leicht verfrühen und so eine erste "Notration" bieten, bevor es draußen richtig losgeht.
So nutzt du dein Gewächshaus im Februar:
Im Video nehmen wir dich mit zu zwei geheimnisvollen Wasserlöchern. Wasser ist im Naturgarten das Elixier schlechthin. Dabei muss es nicht immer der große Folienteich sein.
Natürliche Senken, die sich im Winter und Frühjahr mit Regenwasser füllen, nennt man oft vernale Tümpel oder temporäre Kleingewässer. Sie sind:
Achte bei deinen Erkundungen darauf, solche Feuchtstellen nicht sofort "trockenzulegen". Sie sind oft Hotspots der Artenvielfalt.
Naturgarten bedeutet nicht nur Gärtnern, sondern auch Verstehen. Um dieses Wissen weiterzugeben, habe ich mein erstes Kinderbuch geschrieben. Es ist ein Werkzeug, um Kinder für die kleinen Wunder vor der Haustür zu begeistern. Ökologisches Bewusstsein beginnt im Kindesalter – wenn wir verstehen, wie der Hase läuft oder die Biene fliegt, sind wir eher bereit, diese Lebensräume später zu schützen.
Was ist jetzt eigentlich zu tun? Hier eine Übersicht, wie du dich im Februar verhältst, um die Natur zu unterstützen:
| Bereich | Konventioneller Garten (Vermeiden) | Naturgarten (Empfohlen) |
|---|---|---|
| Stauden | Alles bodennah abschneiden. | Stehen lassen! In hohlen Stängeln überwintern Wildbienen und Larven. |
| Boden | Umgraben und lockern. | Ruhen lassen. Die Bodenstruktur und das Edaphon (Bodenleben) nicht stören. |
| Laub | Restlos entfernen. | In Ecken liegen lassen. Igel und Insekten brauchen diesen Schutz noch. |
| Planung | Kataloge nur nach Optik wälzen. | Pflanzen nach Nutzen wählen. Fokus auf heimische Arten (FloraWeb-Abgleich). |
Der Februar mag auf den ersten Blick grau wirken, doch er ist voller Vorfreude. Ob im Gewächshaus, an Wasserstellen oder auf den Seiten eines neuen Buches – die Natur erwacht. Gehe raus, beobachte genau und bereite dich auf das kommende Gartenjahr vor.
Bleib neugierig und wild!
Kälteverträgliche Wildblumen und vorgezogene Arten blühen jetzt geschützt und bieten erste Nahrung für frühe Bestäuber wie Hummelköniginnen.
Sie dienen als Tränke für Insekten und Vögel sowie als Laichplatz für Amphibien. Besonders temporäre Gewässer sind wertvolle, fischfreie Lebensräume.
Das Buch fördert spielerisch das ökologische Verständnis und begeistert Kinder für die Naturkreisläufe und Abenteuer im eigenen Garten.
Wenig! Stängel für Insekten stehen lassen, Nistkästen prüfen und Bodenruhe wahren. Erste Vorzuchten können im Gewächshaus starten.
Biologisch oft schon im Februar mit den ersten Geophyten (Frühblühern) und der Aktivität winterharter Insekten an sonnigen Tagen.
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