Entdecke, warum der Marder ein wertvoller Nützling ist. Erfahre, wie er Mäuse bekämpft, wie du Hühner schützt und Konflikte vermeidest.
Der Marder hat oft einen schlechten Ruf – zerbissene Kabel und Lärm auf dem Dachboden sind die Assoziationen, die viele Gärtner zuerst haben. Doch aus ökologischer Sicht ist dieses Bild unvollständig. In einem funktionierenden Naturgarten ist vor allem der Steinmarder (Martes foina) ein wichtiger Verbündeter. Er übernimmt die Rolle eines effektiven Raubtiers, das das Gleichgewicht in deinem Biotop aufrechterhält.
Der Steinmarder ist ein Kulturfolger, der sich hervorragend an menschliche Siedlungen angepasst hat. Anders als oft vermutet, ist er kein reiner Fleischfresser, sondern ein Omnivore (Allesfresser). Sein Speiseplan macht ihn zum idealen Partner für Gärtner, die Probleme mit Nagetieren haben.
Der Hauptanteil seiner Nahrung besteht aus Kleinsäugern. Wenn du Probleme mit Wühlmäusen hast, die deine Wurzeln anknabbern, oder Ratten am Kompost bemerkst, ist der Marder die natürliche Lösung. Er jagt aktiv und senkt den Populationsdruck dieser Arten nachhaltig, ohne dass du Giftköder einsetzen musst.
Neben der Jagd erfüllt der Marder zwei weitere wichtige Funktionen:
Um den ökologischen Wert besser einschätzen zu können, lohnt sich ein Blick auf die saisonale Nahrung des Steinmarders:
| Nahrungsquelle | Ökologischer Nutzen für deinen Garten |
|---|---|
| Mäuse, Ratten, Wühlmäuse | Natürliche Bestandsregulierung, Schutz von Wurzeln und Vorräten. |
| Insekten | Reduzierung von Überpopulationen bei bestimmten Insektenarten. |
| Aas | "Gesundheitspolizei": Entfernung von Kadavern, Hygiene im Garten. |
| Obst & Beeren | Förderung der Biodiversität durch Samenverbreitung (Zoochorie). |
Obwohl der Marder nützlich ist, möchtest du ihn vermutlich nicht im Haus oder im Hühnerstall haben. Mit präventiven Maßnahmen lassen sich diese Konflikte fast vollständig vermeiden.
Hühner und Kleintiere sichern Marder sind dämmerungs- und nachtaktiv. Sperre Hühner abends konsequent in den Stall. Der Draht von Gehegen muss engmaschig sein (ca. 1–2 cm) und stabil fixiert werden. Achte besonders auf den Bodenabschluss, da Marder sich durch kleinste Lücken zwängen oder graben können.
Attraktivität senken Lasse kein Katzen- oder Hundefutter im Freien stehen. Auch unverschlossene Mülltonnen oder offen zugängliche Grillreste (Fettgeruch) wirken wie Magnete. Entziehe diese Nahrungsquellen, damit der Marder sich auf seine natürliche Beute konzentriert.
Gebäude abdichten Kontrolliere Dachböden, Schuppen und Garagen auf Schlupflöcher. Ein lockerer Dachziegel reicht oft als Einstieg. Dichte diese Stellen ab – aber Vorsicht: Führe diese Arbeiten nur außerhalb der Brutzeit (März bis Juli) durch und stelle sicher, dass kein Tier eingeschlossen wird.
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Der Marder ist kein Feind, sondern ein Teil der heimischen Natur, der dir viel Arbeit bei der Schädlingsbekämpfung abnimmt. Wenn du Haus und Haustiere entsprechend sicherst, profitierst du von seiner Anwesenheit, ohne die Nachteile zu spüren. Beobachte ihn als faszinierenden Wildtier-Nachbarn, der deinen Naturgarten im Gleichgewicht hält.
Er frisst vor allem Mäuse, Ratten, Wühlmäuse, Insekten und Aas. Im Spätsommer ergänzt er seinen Speiseplan durch Obst und Beeren.
Nein, ökologisch gesehen ist er ein Nützling. Er reguliert Nagetiere und sorgt durch das Fressen von Beeren für die Samenverbreitung.
Sperre Hühner nachts in einen festen Stall. Nutze engmaschigen Draht (1–2 cm) und verschließe alle Lücken, auch am Boden.
Nur außerhalb der Brutzeit. Prüfe vorher unbedingt, ob sich noch Tiere im Unterschlupf befinden, um niemanden einzusperren.
Offenes Katzenfutter, Grillreste und ungesicherter Müll ziehen Marder an. Entferne diese Nahrungsquellen konsequent.
Im Garten triffst du meist den Steinmarder (Kulturfolger). Der Baummarder ist scheuer und lebt bevorzugt in dichten Wäldern fernab von Siedlungen.
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