Einheimischer Superheld für den Naturgarten: Die Purpurrote Taubnessel blüht von März bis Oktober. Alles zu Standort, Nutzen und Pflege liest du hier.
Die Purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum) wird oft verkannt oder als bloßes „Unkraut“ abgetan. Doch aus ökologischer Sicht ist dieser heimische Lippenblütler ein Schwergewicht. Wer Biodiversität im Garten fördern will, kommt an ihr kaum vorbei. Sie schließt wichtige Nahrungslücken im zeitigen Frühjahr und späten Herbst.
In einem funktionierenden Ökosystem zählt nicht die prachtvollste Blüte, sondern der Nutzen für die Fauna. Die Purpurrote Taubnessel ist hier ein Paradebeispiel für Effizienz.
Damit sich die Taubnessel wohlfühlt und ihren ökologischen Nutzen entfalten kann, solltest du den Standort mit Bedacht wählen. Sie ist ein Indikator für nährstoffreiche Böden.
Achte auf frischen, nährstoffreichen Lehmboden. Die Pflanze mag es feucht, verträgt aber keine Staunässe. Pralle Mittagssonne setzt ihr zu, weshalb sie im Halbschatten am besten gedeiht.
Eine besondere Stärke der Purpurroten Taubnessel ist ihre Toleranz gegenüber Wurzeldruck. Das macht sie zur idealen Lösung für schwierige Gartenbereiche:
| Eigenschaft | Beschreibung |
|---|---|
| Familie | Lippenblütler (Lamiaceae) |
| Lebensdauer | Einjährig (samt sich aber zuverlässig aus) |
| Wuchshöhe | 5 bis 35 cm |
| Blütezeit | März bis Oktober (sehr lang!) |
| Lichtbedarf | Halbschatten (verträgt keine pralle Sonne) |
| Ökologischer Wert | Sehr hoch (43 Wildbienenarten, Raupenfutter) |
| Besonderheit | Samenverbreitung durch Ameisen |
Du wirst bemerken, dass die Taubnessel im Garten „wandert“. Das liegt an ihrer faszinierenden Ausbreitungsstrategie. Die Samen besitzen ein ölhaltiges Anhängsel, das sogenannte Elaiosom. Ameisen lieben dieses fette Anhängsel, schleppen die Samen in ihren Bau, fressen das Elaiosom und lassen den Samen keimfähig zurück. So sorgt die Natur selbst für die Verbreitung an geeignete Standorte.
Neben dem ökologischen Wert ist Lamium purpureum auch für dich nutzbar. Die Pflanze ist komplett ungiftig.
Fazit: Lass die Hacke stehen! Wenn sich die Purpurrote Taubnessel in deinem Garten ansiedelt, ist das ein Gewinn für die Biodiversität. Integriere sie gezielt als Bodendecker unter Bäumen und genieße das Summen der Wildbienen.
Nein, sie ist eine wertvolle heimische Wildpflanze. Sie ernährt 43 Wildbienenarten und sollte im Naturgarten gefördert werden.
Sie hat eine extrem lange Blütezeit von März bis Oktober und bietet somit fast das ganze Jahr über Nahrung für Insekten.
Sie bevorzugt Halbschatten und frischen, nährstoffreichen Lehmboden. Sie eignet sich hervorragend als Unterpflanzung von Bäumen.
Ja, Blüten und Blätter sind essbar. Sie schmecken mild-würzig und eignen sich gut für Salate oder als Dekoration.
Die Samen besitzen ein fettreiches Anhängsel (Elaiosom), das von Ameisen gefressen wird. Diese tragen die Samen weiter und sorgen für die Verbreitung.




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