Erfahren Sie, wie Sie mit einer Sandlinse bodennistende Wildbienen im Garten gezielt fördern. Praxisnahe Schritt-für-Schritt-Anleitung für das richtige Substrat.
Wenn wir von Nisthilfen für Wildbienen sprechen, denken wir meist an Bohrungen in Holz oder hohle Stängel. Doch der Großteil der Arten, wie etwa die Seidenbiene (Colletes daviesanus) oder die Sandbiene (Andrena flavipes), ist auf offene, sandige Bodenstellen angewiesen. Diese sogenannten bodennistenden Wildbienen benötigen vegetationsfreie, besonnte Flächen mit einer spezifischen Bodenbeschaffenheit, um ihre unterirdischen Brutröhren anzulegen. Mit einer künstlichen Sandlinse bietest du einen gezielten Ersatz für schwindende natürliche Lebensräume.
Das Material muss stabil genug sein, um den Bau von Gängen zu ermöglichen, und gleichzeitig locker genug, damit die Bienen graben können. Ein Magerstandort ist hier essenziell.
| Komponente | Anteil | Funktion |
|---|---|---|
| Sand (gewaschen, null-zwei Körnung) | 80% | Grabfähigkeit und Stabilität |
| Feiner Lehm (schluffig) | 20% | Bindemittel für die Tunnelwände |
| Organischer Anteil | 0% | Vermeidung von Schimmelbildung |
Verzichte strikt auf chemische Dünger oder Herbizide in der direkten Umgebung deiner Sandlinse. Auch ein engmaschiges Netz oder eine Abdeckung sind nicht nötig; die Bienen suchen sich ihre Nistplätze aktiv durch Sichtflug. Achte darauf, keine torfhaltigen Erden zu verwenden, da diese den Boden unnötig sauer machen und die Stabilität der Gänge gefährden.
Nein, die Larven sind an unser Klima angepasst. Eine Abdeckung würde Feuchtigkeit stauen und die Schimmelbildung fördern.
Geduld ist wichtig. Oft dauert es eine Saison, bis die Tiere den Standort durch Erkundungsflüge entdecken und als Nistplatz annehmen.
Nein, normale Gartenerde ist meist zu humos und instabil. Bodennistende Arten benötigen mageres, sandig-lehmiges Material.
Hauptartikel: Bodennistende Wildbienen im Garten: Lebensraum schützen
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