Eine Benjeshecke bietet Unterschlupf & Nahrung für Wühlmäuse und viele andere Tiere. Einfache Bauanleitung für Deinen Garten. Jetzt mehr erfahren!
Die Benjeshecke, auch Totholzhecke genannt, ist ein Paradies für Tiere und ein Gewinn für Deinen Garten. Sie bietet Unterschlupf, Nistmöglichkeiten und Nahrung – auch für Wühlmäuse, die oft zu Unrecht als Schädlinge gelten. Im Februar ist eine gute Zeit, um mit dem Bau zu beginnen, denn Gehölzschnitt fällt jetzt ohnehin an. Lass uns gemeinsam eine Benjeshecke anlegen!




Eine Benjeshecke ist im Grunde ein aufgeschichteter Haufen aus Ästen, Zweigen und anderem organischen Material. Sie wurde vom Naturschützer Hermann Benjes entwickelt und ahmt natürliche Totholzhaufen nach, die in der Natur wichtige Funktionen erfüllen. Totholz ist nämlich alles andere als tot: Es ist Lebensraum für unzählige Insekten, Pilze und Kleintiere. Viele Insekten sind wiederum Nahrung für Vögel und andere Tiere. Die Benjeshecke ist also ein kleines, lebendiges Ökosystem.
Auch Wühlmäuse finden in einer Benjeshecke ein ideales Zuhause. Sie können darin ihre Gänge anlegen, sich vor Fressfeinden verstecken und ausreichend Nahrung finden, beispielsweise Wurzeln und Pflanzenteile. Die Hecke bietet Schutz vor Wind und Wetter und schafft ein angenehmes Mikroklima.
Bevor Du loslegst, solltest Du Dir über den Standort Gedanken machen. Ideal ist ein sonniger bis halbschattiger Platz, der etwas windgeschützt liegt. Die Größe der Hecke kannst Du flexibel anpassen. Plane aber genügend Platz ein, damit sich die Hecke später gut entwickeln kann. Auch die Nähe zu Stechende Quecke (Agropyron pungens) oder Neubelgische Aster (Artengruppe) (Symphyotrichum novi-belgii agg.) sollte vermieden werden, da diese sich unkontrolliert ausbreiten könnten.
| Aspekt | Beschreibung |
|---|---|
| Standort | Sonnig bis halbschattig, windgeschützt |
| Größe | Flexibel, je nach Platzangebot (Breite ca. 1-2 Meter, Höhe ca. 1-1,5 Meter) |
| Material | Äste, Zweige, Laub, Grasschnitt, Strauchschnitt (möglichst unbehandelt) |
| Werkzeug | Astschere, Handschuhe, evtl. Pfosten und Draht |
| Zusätzliche Pflanzen | Optional: Wildsträucher wie Felsen-Kreuzdorn (Rhamnus saxatilis), Lotus dorycnium oder Prunus mandshurica am Fuß der Hecke pflanzen, um die Stabilität zu erhöhen und die Artenvielfalt zu fördern. |
Wie bereits erwähnt, profitieren auch Wühlmäuse von einer Benjeshecke. Sie finden hier Schutz vor Fressfeinden wie Katzen, Greifvögeln und Füchsen. Die Hecke bietet ihnen auch ein ideales Versteck vor extremer Witterung und Temperaturschwankungen. Darüber hinaus dient die Hecke als Nahrungsquelle, da Wühlmäuse sich von Wurzeln, Knollen und anderen Pflanzenteilen ernähren.
Es ist wichtig zu verstehen, dass Wühlmäuse nicht nur Schädlinge sind. Sie tragen auch zur Bodenlockerung bei und verteilen Pflanzensamen. In einem naturnahen Garten haben sie durchaus ihre Berechtigung. Eine Benjeshecke kann dazu beitragen, ein Gleichgewicht zwischen Wühlmäusen und ihren natürlichen Feinden herzustellen.
Hauptartikel: Wühlmaus & Maulwurf: Nützlinge im Garten? Ökologische Funktionen
Die Größe ist flexibel, aber ideal sind 1-2 Meter breit und 1-1,5 Meter hoch.
Äste, Zweige, Laub, Grasschnitt und Strauchschnitt sind perfekt.
Fülle regelmäßig Material nach und achte auf eine gute Durchlüftung.
Ja, aber sie bietet auch Unterschlupf für ihre Fressfeinde.
Hauptartikel: [Wühlmaus & Maulwurf: Nützlinge im Garten? Ökologische Funktionen](/artikel/46da30c6-3f76-467c-8484-12a5cbe4f120)
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