Fördere Zitronenfalter und Co. in Deinem Garten. Entdecke die 5 besten Raupenfutterpflanzen für den März im DACH-Raum. Expertenwissen für Naturfreunde.
Wenn im März die ersten warmen Sonnenstrahlen die Erde erwärmen, erwacht das Leben in unseren Gärten im DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz). Während Du vielleicht schon die ersten Hummeln an den Weidenkätzchen beobachtest, begeben sich auch die ersten Schmetterlinge auf Nahrungssuche. Doch für eine nachhaltige Förderung der Artenvielfalt reicht es nicht aus, nur Nektar für die erwachsenen Falter anzubieten. Ohne die passenden Wirtspflanzen – also jene Pflanzen, von denen sich die Raupen ernähren – bleibt der Nachwuchs aus.
In diesem Vertiefungsartikel konzentrieren wir uns auf die entscheidende Rolle der Raupenfutterpflanzen, die Du bereits jetzt im März pflanzen oder pflegen solltest, um die Metamorphose (die Umwandlung vom Ei über die Larve zur Puppe bis zum fertigen Insekt) zu unterstützen.
Um Schmetterlinge wie den Zitronenfalter oder den Kleinen Fuchs dauerhaft in Deinem Garten anzusiedeln, musst Du die Bedürfnisse ihrer Larven kennen. Hier sind fünf herausragende Arten, die sich hervorragend für den Staudengarten eignen.
Die Sal-Weide (Salix caprea subsp. caprea) ist der wichtigste Frühjahrsblüher. Während die Weidenkätzchen wertvollen Nektar und Pollen liefern, dienen die Blätter später über 30 verschiedenen Schmetterlingsarten als Raupennahrung. Sie ist ein wahrer Champion der Biodiversität (biologische Vielfalt).
Der Gewöhnliche Wundklee (Anthyllis vulneraria) ist eine robuste Staude, die besonders für kleinere Schmetterlingsarten wie den Zwerg-Blauling essenziell ist. Er bevorzugt sonnige Standorte und kalkhaltige Böden. Seine gelben Blütenköpfe sind zudem eine Zierde für jeden Steingarten.
Für Feuchtwiesen oder wechselfeuchte Gartenbereiche ist der Gewöhnliche Teufelsabbiss (Succisa pratensis) unverzichtbar. Er dient unter anderem dem selten gewordenen Goldenen Scheckenfalter als Wirtspflanze. Die späte Blüte im Jahr ergänzt das Nahrungsangebot, doch die Pflanze muss frühzeitig etabliert sein, damit die Raupen im Frühjahr Nahrung finden.
Diese zweijährige Pflanze wird oft unterschätzt. Der Betäubende Kälberkropf (Chaerophyllum temulum) ist eine wichtige Nahrungsquelle für die Raupen verschiedener Nachtfalter und des Schwalbenschwanzes in bestimmten Regionen. Achte darauf, ihn in naturnahen Heckenbereichen stehen zu lassen.
Der Gartenkerbel (Anthriscus cerefolium var. cerefolium) ist nicht nur in der Küche beliebt. Wenn Du einige Exemplare zur Blüte kommen lässt, bietest Du den Larven vieler Schwebfliegen und kleiner Falter einen Lebensraum. Er wächst schnell und füllt Lücken im März-Beet.




| Pflanze (Botanischer Name) | Zielart (Schmetterling) | Standortansprüche | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Sal-Weide (Salix caprea subsp. caprea) | Abendpfauenauge, Trauermantel | Sonnig bis halbschattig | Wichtigster Pollenspender |
| Gewöhnlicher Wundklee (Anthyllis vulneraria) | Zwerg-Blauling | Sonnig, trocken, kalkreich | Pionierpflanze für Magerrasen |
| Gewöhnlicher Teufelsabbiss (Succisa pratensis) | Abbiss-Scheckenfalter | Sonnig, feucht | Lange Pfahlwurzel |
| Betäubender Kälberkropf (Chaerophyllum temulum) | Diverse Motten & Falter | Halbschattig, nährstoffreich | Natürlicher Sichtschutz |
| Viola suaveolens | Perlmuttfalter | Halbschattig | Duftende Frühlingsblüte |
Indem Du gezielt Raupenfutterpflanzen integrierst, wirst Du zum Mentor für die nächste Generation von Schmetterlingen. Es ist eine Freude zu beobachten, wie aus einer unscheinbaren Raupe an Deinem Gartenkerbel (Anthriscus cerefolium var. cerefolium) ein filigraner Falter wird.
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Viele Schmetterlinge legen bereits im frühen Frühjahr ihre Eier ab. Ohne passende Wirtspflanzen im Garten wandern die Falter ab und der Nachwuchs bleibt aus.
Nein, die meisten Raupen sind hochgradig spezialisiert. Sie fressen nur an bestimmten Wildstauden und lassen Deine Zierpflanzen oder Gemüse meist unberührt.
Heimische Wildpflanzen findest Du in Fachgärtnereien für Naturgartenbau oder auf speziellen Pflanzenmärkten. Achte auf zertifizierte regionale Herkunft.
Besser ist eine Gruppe von 3 bis 5 Pflanzen einer Art. Das erhöht die Sichtbarkeit für die Schmetterlingsweibchen und bietet ausreichend Nahrung für die Raupen.
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