Erfahre alles über den Wiesen-Pippau (Crepis biennis). Warum diese robuste Pflanze 79 Wildbienenarten unterstützt und wie du sie im Garten erfolgreich ansiedelst.
Das Wichtigste in Kürze
- Biodiversitäts-Magnet: Unterstützt 79 Wildbienenarten, davon sind 16 auf ihn spezialisiert.
- Robust & Pflegeleicht: Zweijährig, anspruchslos und ideal für sonnige Standorte.
- Essbare Wildpflanze: Sowohl Blüten als auch Blätter sind essbar (herber, bitterer Geschmack).
- Heimisch: Ein wichtiger Bestandteil ökologisch wertvoller Wiesen.
Der Wiesen-Pippau (Crepis biennis) wird oft auf den ersten Blick mit dem gewöhnlichen Löwenzahn verwechselt. Doch wer genauer hinsieht, entdeckt einen ökologischen Hochkaräter, der in puncto Insektenfreundlichkeit und Robustheit kaum zu schlagen ist. Als Fachredaktion der Gartenexpedition zeigen wir dir, warum diese Pflanze in deinem Garten einen festen Platz verdient.
Der Wiesen-Pippau gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Seine goldgelben Blütenköpfe bestehen ausschließlich aus Zungenblüten – ein wichtiges Erkennungsmerkmal. Nach der Blüte entwickeln sich die charakteristischen Achänen mit einem großen Pappus. Diese „Schirmchen“ sorgen für die Verbreitung durch den Wind, ähnlich wie du es von der klassischen Pusteblume kennst.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Lebenszyklus | Zweijährig (bildet im ersten Jahr eine Rosette, blüht im zweiten) |
| Blütezeit | Mai bis Juli (oft mit Nachblüte) |
| Wuchshöhe | 30 bis 120 cm |
| Standort | Sonnige bis halbschattige Wiesen, nährstoffreicher Boden |
| Ökologischer Wert | Pollenquelle für 79 Wildbienenarten |
In der FloraWeb-Logik zählt der Wiesen-Pippau zu den wichtigsten heimischen Wildpflanzen. Die beeindruckende Zahl von 79 Wildbienenarten, die den Wiesen-Pippau als Nahrungsquelle nutzen, macht ihn zu einem Schlüsselelement für die lokale Biodiversität. Besonders hervorzuheben sind die 16 spezialisierten Arten, deren Überleben direkt von Vorkommen wie diesem abhängt. Wenn du Crepis biennis in deinem Garten ansiedelst, schaffst du ein aktives Rettungsnetz für gefährdete Insekten.
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Auch wenn die Ökologie im Vordergrund steht, ist der Wiesen-Pippau eine Bereicherung für die Wildkräuterküche. Die jungen Blätter vor der Blüte und die gelben Blüten selbst sind essbar. Sie enthalten wertvolle Bitterstoffe, die die Verdauung anregen. Geschmacklich ist er deutlich herber als Kultursalate – mische ihn daher am besten unter einen bunten Wildkräutersalat.
Der Wiesen-Pippau ist kein „Unkraut“, sondern ein kompetenter Partner für jeden Naturgärtner. Er verbindet ästhetischen Blütenschmuck mit einem extrem hohen ökologischen Nutzen. Durch seine Robustheit ist er die ideale Wahl für alle, die mit wenig Aufwand viel für die heimische Tierwelt erreichen wollen.
Ja, sowohl die jungen Blätter als auch die Blüten sind essbar. Sie schmecken herb-bitter und enthalten gesundheitsfördernde Bitterstoffe.
Er dient 79 Wildbienenarten als Pollenquelle, wobei 16 Arten sogar auf diese Pflanze spezialisiert sind.
Der Wiesen-Pippau wächst meist verzweigt mit mehreren Blütenköpfen an einem Stängel, während Löwenzahn pro Stängel nur eine Blüte trägt.
Er bevorzugt sonnige bis halbschattige Plätze auf nährstoffreichen, eher feuchten Lehmböden.
Nein, er ist in der Regel zweijährig. Im ersten Jahr bildet er eine Blattrosette, im zweiten Jahr blüht er und bildet Samen.
Die Hauptblütezeit liegt zwischen Mai und Juli, wobei bei passender Witterung eine Nachblüte bis in den Herbst möglich ist.
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