Erfahren Sie, wie Hitze das Brutverhalten von Wildbienen beeinträchtigt und mit welchen Maßnahmen Sie Nistplätze und Nahrungsquellen bei Trockenheit schützen.
Wenn die Temperaturen im Juni steigen, beginnt für viele Wildbienen eine kritische Phase. Die Tiere sind für ihre Entwicklung auf eine präzise Abstimmung zwischen der Blütezeit ihrer Wirtspflanzen und ihrer eigenen Aktivitätsphase angewiesen. Extreme Hitzeperioden stören dieses Gleichgewicht erheblich.
Spezialisierte Arten wie die Glockenblumen-Scherenbiene (Chelostoma rapunculi) sind auf die Verfügbarkeit von Nektar in bestimmten Blütenformen angewiesen. Bei Trockenstress stellen Pflanzen die Nektarproduktion ein, um Wasser zu sparen. Die Biene findet dann trotz blühender Pflanzen keine Nahrung. Zudem benötigen Grabwespen und Wildbienen wie die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) stabile Temperaturen für die Larvenentwicklung. Wird die Nistumgebung zu heiß, dehydrieren die Eier, oder das Weibchen stellt die Brutpflege ein, um den eigenen Hitzetod zu vermeiden.
| Faktor | Auswirkung auf Wildbienen | Maßnahme im Garten |
|---|---|---|
| Nektarfluss | Pflanzen stellen Produktion ein | Schattengebende Stauden pflanzen |
| Nistplatztemperatur | Larvensterblichkeit steigt | Helle, teilbeschattete Nisthilfen |
| Flugaktivität | Erschöpfung durch Thermik | Strukturreiche Pufferzonen schaffen |
Durch diese Maßnahmen verhinderst du, dass lokale Populationen aufgrund von Hitzestress kollabieren. Der Erhalt von Kleinstrukturen ist der effektivste Schutz vor den klimatischen Veränderungen im Garten.
Nein, niemals das Holz oder Lehm wässern. Die Feuchtigkeit kann Schimmel fördern und die Larven töten. Sorgen Sie stattdessen für eine schattige Platzierung.
Hohe Temperaturen können die Flugaktivität bremsen, da Bienen überhitzen. Zudem endet die Flugzeit mancher Arten bereits im Frühsommer.
Nur wenn Sie Steine oder Murmeln hineinlegen, damit die Bienen am Rand landen können. Bienen können nicht schwimmen und ertrinken sonst im offenen Wasser.
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