Erfahren Sie, warum ein naturnaher Gartenteich für Insekten und Kleinsäuger bei Hitze überlebenswichtig ist und wie Sie diesen insektenfreundlich gestalten.
Wenn die Temperaturen im Juni steigen, wird die Wasserversorgung für zahlreiche Arten zum limitierenden Faktor. Nicht nur Vögel benötigen Flüssigkeit; Insekten nutzen Wasser zur Kühlung ihrer Körper. Besonders Hautflügler (Hymenoptera) wie die Gemeine Wespe (Vespula vulgaris) oder die Honigbiene (Apis mellifera) benötigen Wasser, um ihr Nest durch Verdunstungskälte zu klimatisieren. Auch Libellen wie die Frühe Heidelibelle (Sympetrum fonscolombii) sind auf Gewässer zur Fortpflanzung und zur Regulierung ihres Wasserhaushalts angewiesen.
Für Kleinsäuger wie den Igel (Erinaceus europaeus) oder die Erdkröte (Bufo bufo) stellt ein naturnaher Teich bei Hitze einen überlebenswichtigen Rückzugsort dar. Im Gegensatz zu tiefen Becken mit steilen Wänden benötigen diese Tiere eine flache Uferzone, um trinken zu können, ohne abzurutschen.
| Komponente | Funktion | Gestaltungshinweis |
|---|---|---|
| Flachwasserzone | Zugang für Insekten | Kies- oder Sandstrand mit sanftem Gefälle |
| Schwimmblätter | Schutz und Kühlung | Seerosen (Nymphaea alba) oder Froschbiss (Hydrocharis morsus-ranae) |
| Randbepflanzung | Versteckmöglichkeiten | Seggen (Carex) oder Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus) |
Ein Teich ist kein geschlossenes System. Selbst in großen Waldgebieten, in denen Tiere wie der Elch (Alces alces) natürliche Gewässer nutzen, sind Kleinstrukturen entscheidend. Auch wenn der Elch (Alces alces) in Ihrem Garten keine Rolle spielt, zeigt sein Verhalten, dass Wasseransammlungen in der Landschaft zentrale Anlaufpunkte für die Biodiversität sind.
Beachten Sie stets den Schutzstatus heimischer Arten. Die Erdkröte (Bufo bufo) sowie der Igel (Erinaceus europaeus) unterliegen strengen Schutzbestimmungen. Sollten Sie Tiere im Wasser finden, helfen Sie mechanisch mit einem Stock beim Heraussteigen, statt in die Biologie einzugreifen. Vermeiden Sie jegliche Bekämpfung von Insekten oder Kleinsäugern durch Gifte; setzen Sie auf mechanische Barrieren und eine hohe Strukturvielfalt.
Viele Gartenteiche haben zu steile Ränder. Insekten benötigen flache Uferbereiche mit Steinen oder Sand, um sicher und ohne Abrutschen zu trinken.
Ja, auch eine flache Schale mit Steinen als Landeplatz hilft Insekten im Juni massiv bei der Thermoregulation gegen die Hitze.
Bevorzugen Sie heimische Arten wie die Sumpf-Schwertlilie. Nicht heimische Pflanzen können invasiv werden und das ökologische Gleichgewicht stören.
label_main_article: Naturgarten im Juni: Lebensraum für Insekten und Tiere schaffen
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