Erfahre, wie du Gundermann (Glechoma hederacea) als pflegeleichten Bodendecker nutzt und die Artenvielfalt in deinem Garten förderst. Tipps zu Standort & Nutzen.
Der Gundermann (Glechoma hederacea), oft auch Efeugundelrebe genannt, ist ein heimischer Alleskönner. Als Mitglied der Familie der Lippenblütler besiedelt er natürlicherweise Wegränder und Wiesen. In deinem Garten übernimmt er die Rolle eines effizienten Platzhalters, der den Boden beschattet und so vor Austrocknung schützt.
Der Gundermann ist ein ausdauernder, wintergrüner Bodendecker. Seine nierenförmigen Blätter bleiben auch in der kalten Jahreszeit erhalten, während im Frühjahr die charakteristischen blauen Blüten erscheinen.
Besonders für spezialisierte Insekten ist die Pflanze unverzichtbar. Schmetterlinge wie der Aurora- und der Zitronenfalter nutzen den Nektar als frühe Energiequelle. Ein oft übersehenes Detail: Die Samen des Gundermanns besitzen ein Elaiosom (Fettanhängsel), welches Ameisen als Nahrung dient. Durch das Verschleppen der Samen sorgen die Ameisen für die Verbreitung der Pflanze im Garten.
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| Blütezeit | März bis Juni |
| Wuchsform | Kriechend, wurzelnde Ausläufer |
| Standort | Halbschattig bis schattig (liebt frische Böden) |
| Insektenwert | Sehr hoch (Nektar & Pollen) |
| Winterhärte | Vollständig winterhart |
Um den Gundermann erfolgreich zu integrieren, folge dieser Anleitung:
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Obwohl der Gundermann eine alte Heil- und Gewürzpflanze für den Menschen ist, ist im Umgang mit Tieren Vorsicht geboten. In der Nähe von Pferdekoppeln oder Nutztiergehegen sollte er konsequent entfernt werden, da der Verzehr zu schweren Vergiftungen führen kann.
Der Gundermann ist mehr als nur ein „Unkraut“. Er ist ein robuster Helfer für naturnahe Gärtner, die Wert auf Bodenbiologie und Insektenschutz legen. Mit minimalem Aufwand schaffst du eine wertvolle Nahrungsquelle für unsere heimische Fauna.
Die Blütezeit des Gundermanns erstreckt sich von März bis Juni, wobei er besonders im Frühling eine wichtige Nektarquelle bietet.
Für Menschen ist er eine Heilpflanze, für Pferde und viele Nutztiere ist der Gundermann jedoch hochgiftig und sollte von Weiden ferngehalten werden.
Gundermann bevorzugt halbschattige bis schattige Standorte mit feuchtem, nährstoffreichem Boden, wächst aber auch an sonnigen Plätzen.
Er zieht vor allem Wildbienen, Honigbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge wie den Zitronenfalter und Aurorafalter an.
Ja, in Balkonkästen oder Ampeln wächst er hängend und bietet auch in der Stadt wertvolle Nahrung für Bestäuber.
Alle Artendaten stammen aus wissenschaftlichen Quellen (CC BY 4.0 / CC0). Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →