Erfahre, warum der Gemeine Ohrwurm (Forficula auricularia) ein wertvoller Nützling in deinem Naturgarten ist und wie du ihn gezielt förderst.
Im Juli, wenn die Temperaturen steigen und die Insektenaktivität ihren Höhepunkt erreicht, beginnt für den Gemeinen Ohrwurm (Forficula auricularia) die Hauptzeit seiner regulatorischen Tätigkeit. Viele Gartenbesitzer begegnen dem Insekt mit Skepsis, da Mythen über angebliche Schäden an Pflanzen oder gesundheitliche Risiken für den Menschen hartnäckig bestehen. Biologisch betrachtet handelt es sich jedoch um einen Generalisten, der eine wesentliche Rolle in der biologischen Schädlingskontrolle übernimmt.
Die ökologische Bedeutung begründet sich durch seine abwechslungsreiche Ernährungsweise. Während der Mensch ruht, durchstreift das Tier die Vegetation. Dabei reduziert es effektiv Bestände von Blattläusen und anderen weichhäutigen Pflanzenschädlingen. Im Gegensatz zum Einsatz von Insektiziden, die ein gesamtes Artenspektrum schädigen können, agiert dieser Nützling gezielt in den betroffenen Bereichen deines Gartens.
Der Gemeine Ohrwurm (Forficula auricularia) zeigt ein komplexes Verhalten. Er ist zwar ein Allesfresser, der auch organische Reste und Pilzsporen verwertet, doch sein räuberischer Anteil macht ihn für den Garten wertvoll. Die folgende Übersicht verdeutlicht das Spektrum seiner nächtlichen Nahrungssuche.
| Nahrungsquelle | Kategorie | ökologischer Nutzen |
|---|---|---|
| Blattläuse | Beute | Reduktion von Saugschäden |
| Milben & Eier | Beute | Kontrolle von Schädlingen |
| Insekteneier | Beute | Eindämmung von Vermehrung |
| Pilze | Nahrung | Zersetzung organischer Substanz |
| Reifes Obst | Gelegentlich | Vernachlässigbar (bei Nahrungsmangel) |
Da der Gemeine Ohrwurm (Forficula auricularia) auf feuchte Tagesverstecke angewiesen ist, um nicht auszutrocknen, ist die Gestaltung deines Gartens entscheidend für seine Ansiedlung. Folge diesen Schritten, um ein stabiles Vorkommen zu begünstigen:
Durch die Bereitstellung dieser kleinräumigen Habitate (Lebensräume) integrierst du den Gemeinen Ohrwurm (Forficula auricularia) als festen Bestandteil in dein privates Ökosystem, ohne aktiv in die natürlichen Abläufe eingreifen zu müssen.
Meistens nicht. Sie bevorzugen Blattläuse. Nur bei Nahrungsknappheit oder extrem hoher Populationsdichte können sie an reifen Früchten oder Blüten knabbern.
Biete ihnen Tagesverstecke wie umgedrehte, mit Holzwolle gefüllte Tontöpfe oder belasse Totholz und Laub in den Beeten.
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