Erfahre, warum Mulch in Staudenbeeten sinnvoll ist, aber warum offene Bodenstellen für 70% der Wildbienenarten in deinem Naturgarten überlebenswichtig sind.
Im Gartenbau begegnen wir oft der Frage, ob Bodenflächen gemulcht oder offen gehalten werden sollten. Die Antwort ist kein Entweder-oder, sondern eine Frage des Standorts und des Ziels. Während organischer Mulch in Staudenbeeten Verdunstung reduziert und Bodenorganismen wie Regenwürmer unterstützt, stellt er für spezialisierte Wildbienen eine unüberwindbare Barriere dar.
Da rund 70 % der heimischen Wildbienenarten ihre Nester unter der Erde anlegen, sind unbewachsene, sonnige und gut drainierte (durchlässige) Bodenstellen für deren Fortpflanzung essenziell. Ein Garten, der jeden Quadratmeter entweder mit Rindenmulch bedeckt oder dicht bepflanzt, entzieht diesen Arten die Lebensgrundlage.
Mulchmaterial – ob Grasschnitt, Laub oder Holzhackschnitzel – simuliert eine natürliche Bodenbedeckung. Dies begünstigt Destruenten (Zersetzer) und reguliert das Kleinklima an der Bodenoberfläche. In einem Naturgarten muss jedoch differenziert werden. Wildblumenwiesen benötigen beispielsweise magere (nährstoffarme) Bedingungen. Eine Mulchschicht würde hier Nährstoffe einbringen, die das Wachstum konkurrenzstarker Gräser fördern und die artenreichen Wildblumen verdrängen.
| Eigenschaft | Organischer Mulch | Offener Boden |
|---|---|---|
| Hauptnutzen | Feuchtigkeitsspeicherung, Humusaufbau | Nistplatz für Wildbienen |
| Standort | Staudenbeete, Gemüsebeete | Sonnig, trocken, lückig |
| Pflege | Regelmäßige Ergänzung nötig | Offen halten, Beikraut entfernen |
| Bodenleben | Fördert Regenwürmer, Pilze | Ermöglicht Bodenbienen-Brut |
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Mulch reichert Nährstoffe im Boden an. Viele heimische Wildblumen benötigen jedoch nährstoffarme Bedingungen, um gegen konkurrenzstarke Gräser zu bestehen.
Schon wenige Quadratmeter genügen. Wichtig ist die Lage in der Sonne, eine lockere Bodenstruktur und der Verzicht auf Mulch oder dichte Bepflanzung.
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