Der Breitblättrige Hohlzahn bringt Farbe auf Schotterflächen und ernährt Insekten. Erfahre hier, wie du diese robuste Pflanze im Naturgarten ansiedelst.
Der Breitblättrige Hohlzahn (Galeopsis ladanum), oft auch Acker-Hohlzahn genannt, ist weit mehr als ein gewöhnliches Ackerwildkraut. In der modernen Gartengestaltung wird oft unterschätzt, welches Potenzial in scheinbar unscheinbaren Pflanzen steckt. Wenn du einen Naturgarten pflegst, der auch schwierigen Standorten gerecht werden soll, ist dieser Hohlzahn ein unverzichtbarer Kandidat.
Auch wenn die karminroten Blüten ein optisches Highlight sind, liegt der wahre Wert des Breitblättrigen Hohlzahns in seiner ökologischen Funktion. Er schließt eine wichtige Lücke in der Nahrungskette deines Gartens.
Der Breitblättrige Hohlzahn ist ein Pionier. Er besiedelt Flächen, die für Prachtstauden oft zu lebensfeindlich sind. Damit er in deinem Garten gedeiht, solltest du folgende Standortbedingungen simulieren:
Praxis-Tipp: Wenn du einen Steingarten oder eine Ruderalfläche anlegst, mische keinen Kompost unter. Der Hohlzahn benötigt den mineralischen Charakter des Bodens, um sich gegen konkurrenzstarke Gräser durchzusetzen.
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| Botanischer Name | Galeopsis ladanum |
| Lebenszyklus | Einjährig (selbstaussäend) |
| Wuchshöhe | Aufrecht, verzweigt |
| Blütezeit | Juni – Oktober |
| Blütenfarbe | Karminrot |
| Lichtbedarf | Vollsonne |
| Bodenanspruch | Trocken, basisch, durchlässig |
| Besonderheit | Heilpflanze (Volksmedizin), Insektennährgehölz |
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Da es sich um eine einjährige Pflanze handelt, musst du sie nicht klassisch „pflanzen“, sondern kannst sie initial aussäen oder als Jungpflanze setzen. Danach übernimmt die Natur die Regie.
Der Breitblättrige Hohlzahn benötigt weder Dünger noch zusätzliche Bewässerung, sobald er etabliert ist. Er ist der Inbegriff einer robusten Naturgartenpflanze.
Ja, er ist ökologisch sehr wertvoll und bietet von Juni bis Oktober Nektar für Bienen, Schwebfliegen und Käfer.
Die Pflanze bevorzugt durchlässige, basische und nährstoffarme Böden wie Schotter, Kies oder Steinschutt.
Nein, er ist eine einjährige Pflanze. Er erhält sich im Garten jedoch durch zuverlässige Selbstaussaat.
Er hat eine lange Blütezeit von Juni bis in den Oktober hinein und setzt karminrote Akzente.
Nein, Dünger ist kontraproduktiv. Die Pflanze ist ein Spezialist für magere Standorte und benötigt keinen zusätzlichen Nährstoff.
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