Der Tannenwedel reinigt dein Teichwasser und fördert Biodiversität. Alles zu Standort, Pflege und ökologischem Nutzen der heimischen Wasserpflanze.
Der Gewöhnliche Tannenwedel (Hippuris vulgaris) erinnert optisch an kleine Tannenbäume, die aus dem Wasser ragen. Doch im Naturgarten geht es nicht nur um die Optik. Diese heimische Wasserpflanze ist ein ökologisches Kraftwerk für deinen Teich. Sie fungiert als hocheffizienter Sauerstofflieferant und natürliche Kläranlage. Hier erfährst du, wie du den Tannenwedel biologisch sinnvoll integrierst.
Ökologie steht vor Optik: Der Tannenwedel erfüllt spezifische Funktionen im Ökosystem Teich, die kaum eine andere Pflanze so effizient abdeckt.
Als Unterwasser-Sauerstofflieferant ist Hippuris vulgaris unverzichtbar. Er nimmt Nährstoffe direkt aus dem Wasser auf. Das bedeutet konkret: Er entzieht Fadenalgen die Nahrungsgrundlage. Ein Bestand an Tannenwedeln sorgt somit aktiv für klareres Wasser und ein stabiles chemisches Gleichgewicht.
Die dichten, nadelartigen Bestände bieten:
| Eigenschaft | Detail |
|---|---|
| Botanischer Name | Hippuris vulgaris |
| Wuchshöhe | 15 bis 40 cm über Wasser (Unterwassertriebe länger) |
| Wassertiefe | 10 bis 50 cm (ideal) |
| Lichtbedarf | Sonnig bis Halbschattig |
| Wasserbeschaffenheit | Nährstoffarm, ruhig (keine Strömung) |
| Ökologischer Wert | Hoch (Sauerstoffspender, Laichkraut) |
Damit der Tannenwedel seine ökologische Funktion erfüllen kann, ist der richtige Standort entscheidend. Er mag es ruhig und mager.
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Der Tannenwedel ist winterhart und pflegeleicht. Im Herbst sterben die oberirdischen Teile ab. Schneide diese nicht sofort zurück, wenn sie noch stabil sind – sie ermöglichen im Winter einen Gasaustausch im zugefrorenen Teich. Erst im Frühjahr solltest du abgestorbene Reste entfernen, um Platz für den Neuaustrieb zu schaffen.
Ideal ist eine Wassertiefe von 10 bis 50 cm. Im Flachwasser wächst er aus dem Wasser heraus, tiefer bleibt er oft untergetaucht.
Ja, Hippuris vulgaris ist absolut winterhart. Er überdauert als Wurzelstock im Teichboden und treibt im Frühjahr neu aus.
Ja, sehr gut. Er entzieht dem Wasser überschüssige Nährstoffe, die sonst Algen fördern, und produziert viel Sauerstoff.
Er benötigt einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit ruhigem, stehendem Wasser. Strömung verträgt er schlecht.
Er breitet sich über Rhizome aus. In kleinen Teichen empfiehlt sich ein Pflanzkorb, in großen Teichen ist die Ausbreitung zur Klärung erwünscht.
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