Kanarische Berg-Igelpolsterheide (EUNIS F7.4) – Ein Hochgebirgs-Halbwüsten-Strauch der Kanaren
Die Kanarische Berg-Igelpolsterheide (EUNIS F7.4) ist ein offener Hochgebirgs-Halbwüsten-Strauch, der ausschließlich in der subalpinen Zone der Kanareninseln Teneriffa und La Palma vorkommt. Ihr Kerngebiet sind die Cañadas del Teide auf Teneriffa, eine der größten Calderen der Welt. Dominierende Art ist der halbkugelige Strauch Cytisus supranubius (Retama blanca), der während der Blüte im Mai die Lavalandschaft weiß färbt. Begleitet wird er von weiteren endemischen Arten mit ähnlicher Wuchsform sowie dem säulenförmigen Echium wildpretii. Der Lebensraum beherbergt eine kleine, aber extrem endemitenreiche Flora (5–10 Arten) und gilt als permanente natürliche Vegetation. Die Europäische Rote Liste der Biotoptypen stuft ihn als ungefährdet (Least Concern) ein.
Einordnung
- Originalbezeichnung
- Canarian mountain hedgehog-heath
- EUNIS
- F7.4 – Hedgehog-heaths
- EU-28
- Least Concern
- EU-28+
- Least Concern
- FFH-Anhang I
- 4090; 8320 – Endemic oro-Mediterranean heaths with gorse; Fields of lava and natural excavations
Das Wichtigste in Kürze
- EUNIS-Code: F7.4 (Hedgehog-heaths)
- Deutscher Name: Kanarische Berg-Igelpolsterheide
- Vorkommen: Ausschließlich in der subalpinen Zone der Kanareninseln Teneriffa und La Palma, insbesondere in den Cañadas del Teide
- Dominante Art: Cytisus supranubius („Retama blanca“), ein bis zu 2 m hoher, halbkugeliger Strauch
- Charakterarten: Nepeta teydea, Pterocephalus lasiospermus, Descurainea bourgeana, Echium wildpretii u.a.
- Artenzahl: Mit 5–10 Arten vergleichsweise artenarm, aber extrem reich an Endemiten
- Europäische Rote Liste: Least Concern (nicht gefährdet, Stand 2022)
- FFH-Annex-I-Codes: 4090 (Endemische oro-mediterrane Heiden mit Ginster) und 8320 (Lavafelder und natürliche Höhlen)
- Erhaltungszustand nach FFH-Artikel 17: In den vorliegenden Quelldaten nicht angegeben
- Besonderheit: Die Gemeinschaft ist weitgehend frei von weiter verbreiteten mediterranen Arten – ein Alleinstellungsmerkmal unter den kanarischen Endemiten-Lebensräumen
Was ist die Kanarische Berg-Igelpolsterheide? (EUNIS F7.4)
Mit dem EUNIS-Code F7.4 wird ein sehr spezieller Lebensraumtyp klassifiziert: die Hedgehog-heaths, zu Deutsch Igelpolsterheiden. Innerhalb dieser Gruppe stellt die Kanarische Berg-Igelpolsterheide einen eigenen, geografisch und ökologisch scharf abgegrenzten Biotoptyp dar. Es handelt sich um einen offenen, halbwüstenartigen Vulkan-Strauch, der an die extremen Bedingungen der Hochgebirgszone der Kanaren angepasst ist und weltweit nur in der subalpinen Stufe von Teneriffa und La Palma existiert.
Definition nach EUNIS
„Canarian high-mountain volcanic semi-desert scrub, restricted to the subalpine zone of Tenerife and La Palma.“
Der Name „Igelpolsterheide“ leitet sich von der markanten Wuchsform der dominanten Straucharten ab: Sie bilden kompakte, halbkugelige Polster (daher „hedgehog“), die hervorragend Wind, Trockenheit und starke Temperaturschwankungen tolerieren. Der mit Abstand prägendste Vertreter ist Cytisus supranubius, auf Spanisch retama blanca (weiße Retama). Seine bis zu zwei Meter hohen, silbrig-grünen Kugeln bestimmen das Landschaftsbild, und jedes Jahr im Mai verwandelt seine weiße Blütenpracht die schwarzen Lavaböden der Cañadas del Teide in ein Blütenmeer.
Begleitet wird der Retama von weiteren Arten, die konvergent eine ähnliche Polster-Halbkugel-Gestalt entwickelt haben, darunter Nepeta teydea (ein Lippenblütler), Pterocephalus lasiospermus (Kardengewächs) und Descurainea bourgeana (Kreuzblütler). Sie alle sind endemisch, das heißt, sie kommen nirgendwo sonst auf der Erde vor. Daneben wächst das spektakuläre, säulenförmige Echium wildpretii (Natternkopf), dessen rote Blütenkerzen entfernt an die afroalpinen Senecien und Lobelien Ostafrikas erinnern.
Ein Lebensraum auf Schritt und Tritt endemisch
Entscheidend für den Naturschutzwert ist, dass dieser Lebensraum nicht nur viele endemische Arten beherbergt, sondern ausschließlich aus Endemiten aufgebaut ist. Anders als viele tiefer gelegene kanarische Lebensräume, die von mediterranen Begleitern durchsetzt sind, fehlen hier allgemein verbreitete Arten fast vollständig. Die Igelpolsterheide ist daher nicht nur artenarm (5–10 Gefäßpflanzen-Arten), sondern auch extrem eigentümlich – ein lebendes Archiv kanarischer Evolution.
Indikatoren für gute Qualität
Gemäß den aus der Roten Liste der Biotoptypen abgeleiteten Kriterien gelten folgende Merkmale als Zeichen eines intakten Zustands:
- Vorhandensein seltener und endemischer Arten
- Fehlen ruderaler, nährstoffliebender Arten
- Keine invasiven oder gebietsfremden Arten (v.a. Gräser und Sträucher)
- Langfristige Stabilität des Habitats, keine erkennbaren Sukzessionstendenzen
Endemische Artenwelt der Igelpolsterheide
Die Gefäßpflanzenliste der Kanarischen Berg-Igelpolsterheide umfasst laut Europäischer Roter Liste folgende charakteristische Arten (d = dominant):
| Art (wissenschaftlich) | Familie | Endemisch | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Cytisus supranubius (d) | Fabaceae | Teneriffa, La Palma | Bildet große weiße Blütenpolster; prägt das Landschaftsbild |
| Adenocarpus viscosus var. spartioides (d) | Fabaceae | Teneriffa | Dominantes Gehölz in der Caldera |
| Adenocarpus viscosus var. viscosus (d) | Fabaceae | La Palma | Vom vorigen getrennte Varietät |
| Nepeta teydea | Lamiaceae | Teneriffa | Polsterwuchs, aromatisch |
| Pterocephalus lasiospermus | Caprifoliaceae | Teneriffa | Rosafarbene, ballförmige Blütenköpfchen |
| Descurainea bourgeana | Brassicaceae | Teneriffa | Kleinwüchsiger Polster-Halbstrauch |
| Echium wildpretii | Boraginaceae | Teneriffa | Bis 3 m hohe, rote Blütenkerze; Ikone des Teide-Nationalparks |
| Echium auberianum | Boraginaceae | Teneriffa | Ähnlich, aber heller blaurosa |
| Echium gentianoides | Boraginaceae | La Palma | Blauviolett blühend |
| Viola cheiranthifolia | Violaceae | Teneriffa | Wächst auf Schutthalden oberhalb der Caldera |
| Viola palmensis | Violaceae | La Palma | Schwesterart, hochmontan auf La Palma |
| Argyranthemum teneriffae | Asteraceae | Teneriffa | Margeritenähnlich |
| Arrhenatherum calderae | Poaceae | Teneriffa | Gras der Caldera |
| Bencomia exstipulata | Rosaceae | Teneriffa, La Palma | Strauch mit auffälligem Fruchtstand |
| Cheirolophus teydis | Asteraceae | Teneriffa | Strauch mit kugligen Blütenköpfen |
| Descurainea gilva | Brassicaceae | La Palma | Gelb blühend |
| Genista benehoavensis | Fabaceae | La Palma | Goldgelbe Blüten |
| Micromeria lasiophylla ssp. palmensis | Lamiaceae | La Palma | Kleinwüchsiger Lippenblütler |
| Pimpinella cumbrae | Apiaceae | Teneriffa | Doldenblütler der Caldera |
| Plantago webbii | Plantaginaceae | Teneriffa | Wegerich mit behaarten Blättern |
| Pterocephalus porphyranthus | Caprifoliaceae | Teneriffa | Purpurfarbene Köpfchen |
| Scrophularia glabrata | Scrophulariaceae | Teneriffa | Braunwurz |
| Sideritis oriocephala | Lamiaceae | Teneriffa | Gliedkraut, endemisch |
| Silene nocteolens | Caryophyllaceae | Teneriffa | Leimkraut mit Nachtduft |
| Stemmacantha cynaroides | Asteraceae | Teneriffa | Distelartige Staude |
Die Liste zeigt, wie stark die taxonomische Diversität auf zwei Inseln gebündelt ist. Viele Arten sind Inselendemiten – sie existieren nur auf Teneriffa oder nur auf La Palma. Das macht die Zerstörung jedes Einzelvorkommens unersetzlich.
Verbreitung: Nur auf Teneriffa und La Palma
Geografisch ist der Biotoptyp auf die subalpine Zone (meist oberhalb 2.000 m) der Inseln Teneriffa und La Palma beschränkt. Das Zentrum ist die Cañadas del Teide, der weite, flache Boden der riesigen Caldera auf Teneriffa – mit mehreren Quadratkilometern eine der größten Vulkanstrukturen der Welt. Hier findet die Igelpolsterheide ihre typische Ausbildung. Darüber hinaus schließt der Biotoptyp zwei Schutthalden-Gemeinschaften an den Gipfelregionen mit ein:
- Auf Teneriffa: die Teide-Flanken oberhalb der Caldera mit Viola cheiranthifolia
- Auf La Palma: die höchsten Bereiche der Insel mit Viola palmensis
Alle diese Vorkommen sind permanente natürliche Vegetation, die unter den gegebenen Klima- und Bodenbedingungen das natürliche Klimaxstadium darstellt.
Angaben zu biogeografischen Regionen auf EU-Ebene sowie eine Liste von Ländern fehlen in den ausgewerteten Quelldaten, da die Kanarischen Inseln zwar zur EU (Spanien) gehören, die regionale Zuordnung aber üblicherweise über die Makaronesische biogeografische Region erfolgt.
FFH-Richtlinie: Annex I – Zwei Lebensraumtypen betroffen
Die Kanarische Berg-Igelpolsterheide ist gleich mit zwei FFH-Lebensraumtypen des Anhang I der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie verknüpft:
- 4090 – Endemische oro-mediterrane Heiden mit Ginster
Erfasst die subalpinen Ginsterheiden der kontinentalen und makaronesischen Bergregionen. Die Igelpolsterheide wird als Sonderausprägung diesem Typ zugeordnet, da hier ebenfalls Ginstersträucher (Cytisus, Adenocarpus, Genista) dominieren. - 8320 – Felder aus Lava und natürliche Höhlen
Dieser Typ deckt die vulkanischen Gesteinsstandorte ab, die die Matrix des Lebensraums bilden. Er betont die azonale, edaphisch bedingte Natur des Habitats.
Die Doppelzuweisung unterstreicht die Verbindung von Vegetation und Extremstandort. Wo die Heiden auf offenen Lavafeldern stocken, greifen beide Schutzgüter.
Europäische Rote Liste der Biotoptypen: Einstufung als „Least Concern“
Im Rahmen der European Red List of Habitats (2022) wurde der Biotoptyp F7.4d bewertet – und das sowohl für die EU28 als auch für die erweiterte EU28+-Kulisse:
- Gefährdungskategorie: Least Concern (LC) – ungefährdet
- Bewertungsmaßstab: EU28 und EU28+
- Kriterien: In den vorliegenden Quelldaten nicht weiter aufgeschlüsselt. Die Einstufung deutet darauf hin, dass weder ein quantitativer noch ein qualitativer Rückgang festgestellt wurde, der die Schwellenwerte für eine Gefährdung erreicht.
Diese globale Einstufung darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Lebensraum extrem selten und endemitenreich ist. Ein „Least Concern“ bedeutet auf europäischer Ebene, dass im Beobachtungszeitraum keine akute Verschlechterung zu verzeichnen war – nicht, dass Schutzmaßnahmen überflüssig wären. Gerade die Kleinflächigkeit und die Insel-Endemitensität machen ihn anfällig für lokale Ereignisse.
Wie steht der Lebensraum da? – Erhaltungszustand nach FFH-Artikel 17
Gemäß den durchgesehenen Datenpaketen liegt keine aktuelle Bewertung des Erhaltungszustands nach Artikel 17 der FFH-Richtlinie für diesen spezifischen Biotop vor (Feld article17_status ist leer). Das bedeutet nicht automatisch eine negative Entwicklung, sondern dass der Typ in den nationalen Artikel-17-Berichten Spaniens – vermutlich aggregiert unter den übergeordneten FFH-Codes 4090 und 8320 – berichtet wird und die hier verwendete Quelldatenbasis keine detaillierte Aufschlüsselung enthält. Eine lokale Bewertung kann im Rahmen der Managementpläne für den Nationalpark Teide (UNESCO-Weltnaturerbe) erfolgen, die aber nicht Teil der europäischen Berichterstattung sind.
Ökologische Besonderheiten und Anpassungen
Das Leben in über 2.000 Metern Höhe auf nacktem Lavagestein stellt extreme Anforderungen:
- Wassermangel: Die Cañadas erhalten so gut wie keinen Regen. Überlebenswichtig ist die Eigenschaft der Pflanzenreste (abgestorbene Blütenstängel), Nebelfeuchtigkeit aufzufangen und in den Boden zu leiten – ein Phänomen, das als horizontale Niederschlagsdeposition bekannt ist.
- Nährstoffarme, junge Vulkanböden: Die Lapilli und Aschen bieten kaum pflanzenverfügbare Nährstoffe; nur hoch spezialisierte Arten können hier gedeihen.
- Temperaturschwankungen: Tagesgänge von über 30 °C sind keine Seltenheit. Die Polster-Wuchsform schafft ein Mikroklima im Inneren des Strauchs.
- Endemitismus: Die isolierte Lage der Kanaren und die Höhenstufe haben zu einer eigenen, konvergenten Evolution geführt – verschiedene Pflanzenfamilien entwickelten unabhängig die Igelpolster-Gestalt.
Diese Bedingungen erklären die relative Artenarmut: Nur eine Handvoll Spezialisten hat sich an diesen Extremstandort anpassen können, dafür aber in einer Form, die nirgendwo sonst auf der Welt existiert.
Gefährdungen und Schutz
Gefährdungsursachen: In den zugrunde liegenden Daten der Europäischen Roten Liste sind keine spezifischen Bedrohungen aufgeführt. Allgemein lässt sich aus der ökologischen Konstellation ableiten, dass
- invasive Pflanzenarten (v. a. neophytische Gräser und Sträucher) eine latente Gefahr darstellen, sollte sich ihr Ausbreitungspotenzial durch Klimaveränderungen erhöhen,
- Trittbelastung und Störungen durch Tourismus (der Teide-Nationalpark zählt zu den meistbesuchten Spaniens) lokale Trittschäden verursachen können,
- Klimawandel die feine Balance des Nebelwassereintrags verschieben könnte.
Restaurationsnotizen: Ebenfalls nicht in den Rohdaten enthalten. Die derzeitige Stabilität des Lebensraums spricht dafür, dass der Schutz über das bestehende Nationalpark-Management bislang erfolgreich ist. Maßnahmen zur Besucherlenkung und Kontrolle invasiver Arten bleiben essenziell.
Bedeutung für Garten und Kommune – eine Einordnung
Auch wenn es reizvoll erscheint, die faszinierenden Kugelsträucher und die spektakulären Natternköpfe im eigenen Garten zu kultivieren: Die Kanarische Berg-Igelpolsterheide ist kein Vorbild für eine direkte Nachahmung. Ihr Standort – trockene vulkanische Lava in 2.000 m Höhe – lässt sich in mitteleuropäischen Gärten nicht reproduzieren; zudem stehen viele der Arten unter strengem Schutz. Kommunen und Gartenbesitzer können dennoch von diesem Lebensraum lernen:
- Die Bedeutung von endemischen Gehölzen und Stauden bei der Gestaltung naturnaher Grünflächen wird auf den Kanaren eindrücklich vor Augen geführt. Auch in Mitteleuropa verdienen lokale Ginster-Arten, Thymiane oder Sand-Strohblumen mehr Aufmerksamkeit.
- Die Igelpolsterheide zeigt, wie selbst extreme Standorte eine hohe ästhetische und ökologische Qualität besitzen können – das ermutigt, auch karge städtische Randflächen (z. B. Gleisschotter, Trockenmauern) ökologisch aufzuwerten, ohne sie mit Humus und Dünger zu „verbessern“.
- Im Rahmen von Bildungspartnerschaften mit botanischen Gärten bieten sukkulente und alpine Trockenbereiche Anknüpfungspunkte, um über die Kanarenflora zu informieren und das Bewusstsein für Inselendemiten zu schärfen.
Schlüsselmerkmale auf einen Blick
| Merkmal | Ausprägung |
|---|---|
| EUNIS-Code | F7.4 (Hedgehog-heaths) |
| Untertyp (RL-Code) | F7.4d |
| Vorkommen | Subalpine Zone Teneriffas und La Palmas |
| Dominante Art | Cytisus supranubius (Retama blanca) |
| Charakterarten | 25 endemische Gefäßpflanzen, siehe Tabelle |
| Artenzahl | 5–10 Arten pro Fläche |
| Rote-Liste-Kategorie | Least Concern (LC) |
| FFH-Annex I | 4090; 8320 |
| Erhaltungszustand (Art. 17) | Nicht angegeben |
| Besonderheit | Frei von weiter verbreiteten mediterranen Arten |
Häufige Fragen
Was ist die Kanarische Berg-Igelpolsterheide?
Sie ist ein offener Hochgebirgs-Halbwüsten-Strauch, der nach dem EUNIS-System unter dem Code F7.4 geführt wird. Der Lebensraum existiert nur in der subalpinen Zone der Kanareninseln Teneriffa und La Palma und wird von endemischen ‚Igelpolster‘-Sträuchern wie Cytisus supranubius dominiert.
Ist die Kanarische Igelpolsterheide gefährdet?
Die Europäische Rote Liste der Biotoptypen (2022) bewertet sie als Least Concern (LC), also derzeit ungefährdet. Das bedeutet keinen Rückgang im Beobachtungszeitraum, schließt aber zukünftige Risiken durch Klimawandel oder invasive Arten nicht aus.
Welche FFH-Lebensraumtypen schließen die Igelpolsterheide ein?
Der Biotop ist mit zwei Annex-I-Codes verknüpft: 4090 (Endemische oro-mediterrane Heiden mit Ginster) und 8320 (Lavafelder und natürliche Höhlen). Diese doppelte Zuordnung spiegelt die Vegetation und den vulkanischen Untergrund wider.
Welche besonderen Pflanzen kommen in der Kanarischen Igelpolsterheide vor?
Zu den charakteristischen Endemiten zählen Cytisus supranubius (Retama blanca), Echium wildpretii (Tajinaste rojo), Nepeta teydea, Pterocephalus lasiospermus, Viola cheiranthifolia und viele weitere. Insgesamt sind rund 25 endemische Gefäßpflanzen in den Rohdaten gelistet.
Gibt es einen Bericht zum Erhaltungszustand nach FFH-Artikel 17?
In den vorliegenden Quelldaten ist kein spezifischer Erhaltungszustand vermerkt. Da Spanien die Erhebungen für die beiden übergeordneten FFH-Typen 4090 und 8320 durchführt, wird der Zustand der Igelpolsterheide vermutlich in diesen Berichten aggregiert.