Zum Hauptinhalt springen
EUNIS: D6.1Europäische Rote Liste: EndangeredFFH-Anhang I: 1340; 1310; 1530

Temperate Binnenlandsalzwiesen (EUNIS D6.1) – seltener Lebensraum mit hohem Schutzbedarf

Die temperaten Binnenlandsalzwiesen (EUNIS-Code D6.1) sind ein natürlicher oder halbnatürlicher Lebensraum, der von salzangepassten Pflanzen (Halophyten) dominiert wird. Er entsteht im Binnenland durch fossile Salzlagerstätten oder reliktisches Meerwasser mit hoch anstehendem, salzhaltigem Grund- oder Oberflächenwasser. Die Europäische Rote Liste der Lebensräume stuft ihn als ‚Endangered‘ (stark gefährdet) ein. Er ist unter mehreren Codes der FFH-Richtlinie Annex I geschützt, insbesondere 1340* (Inland salt meadows) und Teilaspekten von 1310 sowie 1530*.

Einordnung

Originalbezeichnung
Temperate inland salt marsh
EUNIS
D6.1 – Inland saltmarshes
EU-28
Endangered
EU-28+
Endangered
FFH-Anhang I
1340; 1310; 1530 – * Inland salt meadows; Salicornia and other annuals colonizing mud and sand; * Pannonic salt steppes and salt marshes

Das Wichtigste in Kürze

  • Lebensraumtyp: Temperate inland salt marsh (EUNIS-Code D6.1) – Binnenlandsalzwiesen und -weiden der gemäßigten und kontinentalen Region Europas.
  • Gefährdung: Auf der Europäischen Roten Liste der Lebensräume als ‚Endangered‘ (stark gefährdet) eingestuft (EU28 und EU28+).
  • FFH-Schutz: Über Annex I der FFH-Richtlinie geschützt, insbesondere als prioritärer Lebensraum 1340 (Inland salt meadows)**, sowie in Überschneidung mit 1310 und 1530.
  • Verbreitung: Extrem selten in West- und Mitteleuropa (Lothringen, Auvergne, Zechsteingebiete in England, Deutschland, Polen); häufiger in der Pannonischen Tiefebene und SO-Europa.
  • Kennzeichen: Dominanz salztoleranter Pflanzen, hoher Grundwasserstand, Salinität (ECe > 4 dS/m), extensive Nutzung (Mahd, Beweidung).
  • Gefährdungsursachen: Entwässerung, Nutzungsaufgabe, Ruderalisierung, Verbuschung, menschliche Eingriffe.
  • Artikel-17-Erhaltungszustand: In den vorliegenden Quelldaten nicht aggregiert angegeben.

Was sind temperaten Binnenlandsalzwiesen? – Definition und EUNIS-Einordnung

Unter dem EUNIS-Code D6.1 (Inland saltmarshes) versteht man binnenländische Salzwiesen und Salzweiden in den gemäßigten und kontinentalen Klimazonen Europas. Der Lebensraum wird von Halophyten – salzangepassten Pflanzen – geprägt und tritt dort auf, wo salzhaltiges Grund- oder Oberflächenwasser an die Oberfläche gelangt. Anders als Küstensalzwiesen (EUNIS A2.5) entstehen diese Bestände nicht durch Meeresüberflutung, sondern durch geologische Salzvorkommen: fossile Salzlager (z.B. Zechstein in England, Deutschland und Polen, Miozän-Salz in Polen) oder durch Relikt-Meerwasser, das nahe der Oberfläche steht. Typische Ausgangsgesteine sind Marmor (Lothringen) und Travertin (Auvergne).

Im atlantischen Raum gehören die Pflanzengesellschaften den (eigentlich küstentypischen) Klassen Thero-Salicornietea und Juncetea maritimi sowie dem Verband Potentillion anserinae an. In kontinentalen Gebieten treten dagegen oft Salzböden vom Typ Solonetz und Solonchak auf – meist als Senken innerhalb alkalischer Steppen. Hier sind die Klassen Thero-Salicornietea (Verband Salicornion prostratae) und Festuco-Puccinellietea (Verbände Juncion gerardii und Beckmannion eruciformis) vertreten. Eine Zonierung der Vegetation spiegelt das Mikrorelief und die unterschiedlichen Salzgehalte wider.

Abgrenzung: Binnenlandsalzwiesen sind von Küstensalzwiesen strikt zu trennen – auch wenn ähnliche Vegetation vorkommt und manche Flächen fälschlich als Annex‑I‑Typ 1340* kartiert werden. Echte Küstenstandorte, die erst seit dem Mittelalter vom Meer abgeschnitten sind, fallen unter die B‑Gruppe (Küstenlebensräume). Mediterrane Binnenlandsalzwiesen und -steppen bilden den eigenen Lebensraum E6.1. Auch anthropogene Salzstandorte (Straßenränder, aktive Salzindustrie) werden nicht als D6.1 gewertet – mit Ausnahme von aufgelassenen Salinen oder Abraumhalden, die einen halbnatürlichen Charakter mit typischer Artenkombination entwickelt haben.

Verbreitung in Europa und Standortbedingungen

In West- und Mitteleuropa ist der Lebensraum naturgemäß extrem selten und tritt punktuell auf:

  • Zechstein-Gebiete in England, Deutschland (Niedersachsen, Thüringen), Polen
  • Marmor in Lothringen (Frankreich)
  • Travertin in der Auvergne (Frankreich)
  • Salzquellen und -moore an weiteren Orten.

Im kontinentalen und südosteuropäischen Raum kommt der Typ häufiger vor:

  • Pannonische Tiefebene (Österreich, Ungarn, Slowakei, Serbien)
  • Zentralbalkan (Nordmazedonien, Bulgarien)
  • Steppengebiete der Ukraine, des kaspischen Tieflands (Russland) bis nach Zentralasien.

Die Standortbedingungen sind durch einen ganzjährig oder saisonal hohen Grundwasserstand mit hohem Salzgehalt bestimmt. Die elektrische Leitfähigkeit des gesättigten Bodenextrakts (ECe) liegt über 4 dS/m und kann in heißen Sommern auf extrem salzhaltigen Böden stark ansteigen. In natürlichen Beständen verhindern lange Überstauung und hohe Salinität das Aufkommen von Gehölzen und ruderalen Arten. Halbnatürliche Bestände sind traditionell extensiv genutzte Mähwiesen oder Weiden.

Charakteristische Vegetation und Zonierung

Die Vegetation zeigt eine deutliche Zonierung, die vom Salzgehalt und der Dauer der Vernässung gesteuert wird:

Niedrigste, salzreichste Senken (meist spärlich bewachsen):

  • Salicornia europaea, Salicornia perennans (= S. prostrata), S. emerici var. vicensis (in Lothringen)
  • Suaeda maritima, Suaeda prostrata, Suaeda pannonica
  • Salsola soda, Spergularia salina, Spergularia maritima
  • Puccinellia distans, gelegentlich Puccinellia fasciculata

Feuchte Salzwiesen und -weiden (atlantisch geprägt):

  • Agrostis stolonifera, Juncus gerardi, Glaux maritima, Carex distans, Plantago maritima, Triglochin maritima, Aster tripolium
  • Auf brackigeren Standorten: Lotus tenuis, Trifolium fragiferum, Potentilla anserina, Alopecurus bulbosus, Alopecurus geniculatus, Festuca arundinacea, Blysmus rufus, Juncus compressus.

Kontinentale Feuchtwiesen:

  • Juncus gerardi, Carex distans, Agrostis stolonifera, Aster tripolium subsp. pannonicus, Cirsium brachycephalum, Melilotus dentatus, Scorzonera parviflora, Mentha pulegium, Lotus tenuis.

Trockenere Ränder: Gesellschaften mit Puccinellia distans oder Puccinellia limosa (Verband Puccinellion limosae), die den Übergang zu kontinentalen Binnenlandsalzsteppen (EUNIS E6.2) bilden.

Südosteuropa: Von Elytrigia obtusiflorus (Elymus elongatus subsp. ponticus), Festuca arundinacea und Phacelurus digitatus dominierte halophile Feuchtwiesen.

Kleinflächig können Bolboschoenus maritimus, Schoenoplectus tabernaemontani oder Phragmites australis auftreten. Sobald sie größere Röhrichte bilden, werden sie dem Lebensraum C5.4 (Brackwasser-Röhrichte) zugeordnet. Eine Sonderform sind salzhaltige Quellmoore auf Travertin in den slowakischen Karpaten (mit Trichophorum pumilum, Pinguicula vulgaris, Parnassia palustris) – diese fallen jedoch unter den Subtyp D4.1a (Basiphile Kleinseggenriede).

Fauna: Vögel, Käfer und andere Spezialisten

Neben der Vegetation beherbergt der Lebensraum eine charakteristische halophile Fauna:

Vögel – viele Arten des Anhangs I der Vogelschutzrichtlinie:

  • Crex crex (Wachtelkönig), Botaurus stellaris (Rohrdommel), Ixobrychus minutus (Zwergdommel), Porzana porzana (Tüpfelsumpfhuhn), Circus aeruginosus (Rohrweihe), Vanellus vanellus (Kiebitz), Limosa limosa (Uferschnepfe), Gallinago gallinago (Bekassine), Tringa totanus (Rotschenkel), Luscinia svecica (Blaukehlchen) u.v.m. Weitere typische Brutvögel sind Anas querquedula (Knäkente), Saxicola rubetra (Braunkehlchen), Motacilla flava (Schafstelze), Emberiza calandra (Grauammer).

Wirbellose – spezialisierte Salzkäfer und Langbeinfliegen:

  • Wasserkäfer (z.B. Hygrotus parallelogrammus, Ochthebius auriculatus, Berosus spinosus)
  • Laufkäfer (z.B. Bembidion minimum, Dyschirius salinus, Pogonus chalceus, Amara strandi, Anisodactylus poecilioides)
  • Langbeinfliegen (Dolichopodidae) wie Thinophilus flavipalpis, T. ruficornis, Campsicnemus pictornis, Dolichopus clavipes u.a.

Der Kleinschmetterling Coleophora adjunctella lebt monophag an Juncus gerardi und ist ebenfalls typisch.

Einstufung nach der Europäischen Roten Liste der Lebensräume

Die temperament Binnenlandsalzwiese wird in der Europäischen Roten Liste der Lebensräume (Stand 2022, Assessment für EU28 und EU28+) mit der Kategorie „Endangered“ (stark gefährdet) geführt. Die Bewertung umfasst alle unter D6.1 fallenden Ausprägungen in West‑ und Mitteleuropa sowie in den kontinentalen Bereichen Südosteuropas. Konkrete Gefährdungskriterien (z.B. Rückgangsraten, Seltenheit) sind im veröffentlichten Bericht detailliert, liegen in den hier genutzten Quelldaten jedoch nicht als Einzelkriterium vor.

Die Einstufung als „Endangered“ unterstreicht die herausragende naturschutzfachliche Bedeutung und den dringenden Handlungsbedarf zum Erhalt der wenigen verbliebenen Vorkommen.

FFH-Annex I und Schutzstatus

Der Lebensraum ist mehrfach im Annex I der FFH-Richtlinie verankert:

  • 1340: Inland salt meadows* – der prioritäre Lebensraum deckt den Hauptteil der D6.1-Bestände ab.
  • 1310: Salicornia and other annuals colonizing mud and sand – überschneidet sich mit den einjährigen Salzpflanzengesellschaften im nassen, salzreichen Zentrum.
  • 1530: Pannonic salt steppes and salt marshes* – betrifft die kontinentale Ausprägung mit Übergängen zu Trockenrasen.

Diese Zuordnungen bedeuten, dass alle Mitgliedstaaten der EU, in deren Hoheitsgebiet der Lebensraum vorkommt, verpflichtet sind, einen günstigen Erhaltungszustand zu bewahren oder wiederherzustellen (Artikel 2 der FFH-Richtlinie). Für die prioritären Typen 1340* und 1530* gelten besonders strenge Schutzvorschriften.

Bedrohungen und Erhaltungszustand (Artikel 17)

Als größte Gefährdungsfaktoren werden in den Quelldaten genannt:

  • Entwässerung und Grundwasserabsenkung
  • Aufgabe traditioneller Nutzung (Mahd, extensive Beweidung)
  • Einwanderung von Ruderalarten und Verbuschung
  • Abnahme der Bodenversalzung durch veränderte Hydrologie
  • Direkte menschliche Eingriffe (z.B. Bebauung, Straßenbau, Freizeitnutzung)

Ein aggregierter Erhaltungszustand nach Artikel 17 der FFH-Richtlinie (letzter Berichtszeitraum 2013–2018) ist in den vorliegenden Quelldaten nicht enthalten. Üblicherweise wird der Zustand in den einzelnen biogeografischen Regionen getrennt bewertet, und viele Vorkommen in West- und Mitteleuropa gelten als „ungünstig-schlecht“. Die hohe Seltenheit und die erwähnten Bedrohungen lassen jedoch auf eine kritische Gesamtsituation schließen.

Gute Qualität erkennen: Indikatoren für einen intakten Lebensraum

Die Europäische Rote Liste nennt folgende Qualitätsindikatoren für einen gut erhaltenen Bestand:

  • Hoher Grundwasserstand während (zumindest) eines Teils der Vegetationsperiode → regelmäßige natürliche Störung
  • Dominanz halophytischer und subhalophytischer Arten
  • Vorkommen seltener, salzangepasster Tierarten
  • Bodenversalzung mit einer elektrischen Leitfähigkeit ECe > 4 dS/m
  • Fortführung traditioneller extensiver Nutzung (Mahd oder Beweidung)
  • Fehlen von Ruderalarten und Gehölzaufwuchs
  • Keine sichtbaren Störungen durch den Menschen (z.B. Trittschäden, Entwässerungsgräben)

Bedeutung für den Naturschutz und mögliche Gemeindebezüge

Binnenlandsalzwiesen sind Hotspots der Biodiversität mit vielen hochspezialisierten, teils reliktären Arten. Sie zählen zu den seltensten Lebensräumen Westeuropas und sind oft als Naturschutzgebiete oder FFH‑Gebiete ausgewiesen. In der Kommunalplanung ist es wichtig, die hydrologische Pufferzone zu erhalten, keine weiteren Entwässerungen zuzulassen und die traditionelle Nutzung zu fördern. Zwar können Salzwiesen im Privatgarten nicht 1:1 nachgebaut werden, doch lassen sich Elemente wie halophile Stauden (Limonium, Plantago maritima) oder salzverträgliche Gräser in naturnah gestalteten Feuchtbereichen inspirierend einsetzen – sofern eine salzhaltige Wasserquelle vorhanden ist. Das Interesse an diesen extremen Standorten kann auch genutzt werden, um für den Schutz der letzten natürlichen Vorkommen zu werben.

Charakteristische Arten in der Übersicht

Flora (Auswahl)

Deutscher Name (wenn gebräuchlich)Wissenschaftlicher NameBesonderheit
Gewöhnlicher QuellerSalicornia europaeaEinjähriger Halophyt, salzreichste Senken
Strand-SodeSuaeda maritimaBlattsukkulente, salztolerant
Strand-AsterAster tripoliumFeuchte Salzwiesen, auch in Küstennähe
Gewöhnlicher SalzschwadenPuccinellia distansGras der trockeneren Ränder
Bodden-BinseJuncus gerardiKennart der Salzweiden
MilchkrautGlaux maritimaEchter Halophyt, auf feuchten Salzstellen
Strand-WegerichPlantago maritimaSalzwiesen und -steppen
Erdbeer-KleeTrifolium fragiferumAuf brackigen Standorten
Scorzonera parvifloraKontinentale Feuchtwiesen
Beckmannia eruciformisKontinentale, subhaline Wiesen

Fauna (Beispiele)

GruppeWissenschaftlicher NameKommentar
VogelCrex crex (Wachtelkönig)Anhang I Vogelschutzrichtlinie
VogelVanellus vanellus (Kiebitz)Charakterart feuchter Wiesen
LaufkäferBembidion minimumSalzliebend, sehr selten
WasserkäferHygrotus parallelogrammusSalztümpelbewohner
SchmetterlingColeophora adjunctellaSpezialisiert auf Juncus gerardi

FAQ

  1. Was ist eine temperaten Binnenlandsalzwiese?
    Eine Binnenlandsalzwiese (EUNIS D6.1) ist ein natürlicher oder halbnatürlicher Lebensraum im Binnenland, der durch salzhaltiges Grund- oder Oberflächenwasser geprägt wird und von halophytischen Pflanzen dominiert wird.

  2. Wie selten sind diese Salzwiesen in Europa?
    In West- und Mitteleuropa sind sie extrem selten und oft nur punktuell auf geologischen Besonderheiten (Salzstöcke, Zechstein) vorhanden. Weiter östlich (Pannonische Tiefebene, Steppen) sind sie etwas häufiger, insgesamt aber ein seltener Lebensraum.

  3. Sind Binnenlandsalzwiesen gesetzlich geschützt?
    Ja, sie sind über den Annex I der FFH-Richtlinie geschützt, vor allem als prioritärer Lebensraumtyp 1340* (Inland salt meadows) sowie in Teilen als 1310 und 1530*. Sie müssen in Natura-2000-Gebieten erhalten werden.

  4. Welche typischen Pflanzen findet man dort?
    Typisch sind Salzpflanzen wie Salicornia, Suaeda, Puccinellia distans, Juncus gerardi, Glaux maritima, Plantago maritima und verschiedene Aster-Arten. Viele Arten sind an hohe Salzkonzentrationen gebunden.

  5. Warum ist der Lebensraum gefährdet?
    Die Europäische Rote Liste stuft ihn als „Endangered“ ein. Hauptgründe sind Entwässerung, Nutzungsaufgabe, Ruderalisierung und Verbuschung. Ohne Management oder natürliche Störung verschwinden die Salzbedingungen und damit die spezialisierten Arten.

Häufige Fragen

Was ist eine temperaten Binnenlandsalzwiese?

Eine Binnenlandsalzwiese (EUNIS D6.1) ist ein natürlicher oder halbnatürlicher Lebensraum im Binnenland, der durch salzhaltiges Grund- oder Oberflächenwasser geprägt wird und von halophytischen Pflanzen dominiert wird.

Wie selten sind diese Salzwiesen in Europa?

In West- und Mitteleuropa sind sie extrem selten und oft nur punktuell auf geologischen Besonderheiten (Salzstöcke, Zechstein) vorhanden. Weiter östlich (Pannonische Tiefebene, Steppen) sind sie etwas häufiger, insgesamt aber ein seltener Lebensraum.

Sind Binnenlandsalzwiesen gesetzlich geschützt?

Ja, sie sind über den Annex I der FFH-Richtlinie geschützt, vor allem als prioritärer Lebensraumtyp 1340* (Inland salt meadows) sowie in Teilen als 1310 und 1530*. Sie müssen in Natura-2000-Gebieten erhalten werden.

Welche typischen Pflanzen findet man dort?

Typisch sind Salzpflanzen wie Salicornia, Suaeda, Puccinellia distans, Juncus gerardi, Glaux maritima, Plantago maritima und verschiedene Aster-Arten. Viele Arten sind an hohe Salzkonzentrationen gebunden.

Warum ist der Lebensraum gefährdet?

Die Europäische Rote Liste stuft ihn als ‚Endangered‘ ein. Hauptgründe sind Entwässerung, Nutzungsaufgabe, Ruderalisierung und Verbuschung. Ohne Management oder natürliche Störung verschwinden die Salzbedingungen und damit die spezialisierten Arten.

Quellen