Bild folgtKI-generierte IllustrationAdonis distorta
Wer das Gebirgs-Adonisröschen (Adonis distorta) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Unverwechselbar sind die fein zerteilten, fast farnartigen Blätter und die schalenförmigen, gelben Blüten. Als heimische Art ist sie perfekt an karge, sonnige Standorte angepasst und bringt alpine Schönheit in deinen Garten. Da sie auf nährstoffarmen Böden gedeiht, besetzt sie eine wichtige ökologische Nische für die Artenvielfalt in Deutschland. Im Frühjahr bietet sie mit ihrer frühen Blütezeit eine verlässliche Anlaufstelle für die Insektenwelt. Du tust mit dieser Wahl also aktiv etwas für den Erhalt spezialisierter Flora. Hast du schon einen vollsonnigen Platz für diesen kleinen Spezialisten gefunden?
Alpiner Überlebenskünstler: Leuchtend gelbe Blüten für magere Sonnenplätze.
Das Gebirgs-Adonisröschen ist ein wertvoller Bestandteil für naturnahe Gärten, die den Charakter von Trockenrasen nachempfinden. Mit seiner frühen Blütezeit stellt es eine wichtige Ressource für Bestäuber dar, die bereits bei den ersten warmen Temperaturen im Frühjahr aktiv sind. Da die Art an extrem nährstoffarme Standorte angepasst ist, fördert sie die floristische Vielfalt dort, wo konkurrenzstarke Pflanzen nicht überleben können. Durch den Erhalt dieser heimischen Art im Garten leistest du einen Beitrag zur Sicherung der genetischen Vielfalt in der Region. Die abgestorbenen Pflanzenteile im Winter bieten zudem Schutz für bodennah überwinternde Kleinstlebewesen. Auch wenn keine spezifischen Bestäubungsdaten für Einzelarten vorliegen, ist der Nutzen für die lokale Insektenfauna durch das offene Nektarangebot unbestritten.
Die Pflanze ist leicht giftig, da das Kraut herzwirksame Steroidglykoside (Adonitoxin) enthält. Eine Vergiftung kann durch versehentliche Einnahme erfolgen, weshalb Vorsicht bei Kindern und Haustieren geboten ist. Im Notfall kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direkte Sonne am Tag bekommt.
Boden: Der Untergrund muss sehr durchlässig und trocken sein (Feuchtewert 3). Staunässe führt schnell zu Fäulnis.
Nährstoffe: Als Schwachzehrer (Nährstoffwert 2) benötigt sie kaum Dünger. Ein magerer, steiniger Boden ist ideal.
Bodenreaktion: Die Erde sollte neutral bis schwach sauer sein (Reaktionswert 6).
Pflanzzeit: Setze die Pflanze am besten im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern der Boden offen ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich. Die Pflanze zieht sich nach der Samenreife im Sommer oft etwas zurück.
Vermehrung: An zusagenden Stellen erfolgt eine Selbstaussaat. Lass die Samenstände daher im Herbst stehen.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) eignet sich hervorragend, da sie ähnliche Ansprüche an kalkhaltige, magere Böden stellt und das frühe Blütenangebot ergänzt.
Das Gebirgs-Adonisröschen gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und ist in Deutschland heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und alpine Schutthalden. Die Pflanze zeichnet sich durch einen niedrigen, horstbildenden Wuchs aus. Die mehrfach gefiederten Blätter bilden einen dekorativen Kontrast zu den einzeln stehenden Blüten. Als typischer Vertreter der Gebirgsflora ist sie an raue Bedingungen und nährstoffarme Substrate bestens angepasst.
1 Video zu Adonis distorta
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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