Bild folgtKI-generierte IllustrationCystopteris alpina
An seinen fein zerteilten, fast schon filigran wirkenden Wedeln lässt sich der Alpen-Blasenfarn (Cystopteris alpina) sofort erkennen. In deinem Garten übernimmt er eine wichtige Rolle als Spezialist für kühle, schattige Nischen, wo andere Pflanzen oft aufgeben. Da er natürlicherweise in Felsspalten wächst, schafft er dort wertvolle Mikrohabitate (kleinste Lebensräume) für Kleinstlebewesen, die auf Feuchtigkeit angewiesen sind. Durch seine Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) trägt er aktiv zur Gesundheit des Bodenlebens bei. Wenn du eine Natursteinmauer oder eine alpine Ecke pflegst, ist dieser Farn ein unkomplizierter und beständiger Begleiter für dich.
Zierlicher Felsbewohner mit nur 20 cm Wuchshöhe für kühle Kalksteinspalten.
Dieser Farn ist ein wertvoller Baustein für die Artenvielfalt in vertikalen Gartenstrukturen wie Mauerritzen. Er geht eine AM-Mykorrhiza (arbuskuläre Mykorrhizapilze) ein, eine Lebensgemeinschaft, die den Nährstoffkreislauf im Boden stabilisiert. Seine Fortpflanzung erfolgt über Sporen, die zwischen Juli und September reifen. Diese sind mit einem Gewicht von nahezu 0,0 mg extrem leicht und nutzen die Windausbreitung, um neue Lebensräume zu besiedeln. In seinen dichten Wedeln finden nützliche Kleintiere Schutz vor direkter Sonne und Austrocknung. Auch ohne klassische Blüten ist er somit ein wichtiger Akteur für das Kleinklima im Schattengarten.
Der Alpen-Blasenfarn wird offiziell als nicht kindersicher eingestuft. Achte darauf, dass kleine Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile in den Mund nehmen oder verschlucken. In deinem Garten sollte er am besten an Stellen gepflanzt werden, die nicht als direkte Spielfläche dienen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.197 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen kühlen Platz im Halbschatten oder Schatten, ideal sind Nordlagen.
Boden: Das Substrat sollte kalkhaltig und steinig (mineralisch) sein, um den alpinen Herkunftsort zu imitieren.
Feuchtigkeit: Halte den Boden gleichmäßig feucht; Trockenperioden sollten vermieden werden.
Pflanzzeit: Setze den Farn im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Garten.
Pflanzabstand: Aufgrund der geringen Größe von 0,2 m reicht ein Abstand von 15 bis 20 cm.
Bodenvorbereitung: Bei schweren Böden unbedingt Kalksplitt einarbeiten, um für Durchlässigkeit zu sorgen.
Pflege: Die welken Wedel über den Winter stehen lassen, da sie das Herz der Pflanze vor Frost schützen.
Gute Partnerin: Zwerg-Glockenblume (Campanula cochleariifolia) – sie bevorzugt die gleichen kalkhaltigen Spalten und bietet einen schönen optischen Kontrast.
Der Alpen-Blasenfarn gehört zur Familie der Blasenfarn-Gewächse (Cystopteridaceae) und ist eine indigene (heimische) Art in den Gebirgslagen von Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sein natürlicher Lebensraum umfasst kalkreiche Felsspalten und feuchte Schutthalden (Ansammlungen von Gesteinsbruchstücken) im Hochgebirge. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0,2 m bleibt er sehr kompakt. Die namensgebenden blasenartigen Schleier schützen die Sporenkapseln auf der Blattunterseite, was ihn auch für Laien von anderen kleinen Farnen unterscheidbar macht.
1 Video zu Alpen-Blasenfarn
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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