Bild folgtKI-generierte IllustrationAmaranthus powellii
Schon von weitem fällt der Grünährige Amarant (Amaranthus powellii) durch seine aufrechten, meist verzweigten Blütenstände auf, die aus unzähligen kleinen, grünlichen Einzelblüten bestehen. Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) zeigt er dir zuverlässig an, wo dein Gartenboden besonders vital und stickstoffreich ist. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,53 m fügt er sich harmonisch in Beete ein, ohne andere Gewächse zu erdrücken. Auch wenn er ein Neophyt (nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) ist, bereichert er die herbstliche Struktur deines Gartens bis in den Oktober hinein. Seine winzigen Samen dienen in der kalten Jahreszeit als wichtige Nahrungsquelle für Samenfresser wie den Stieglitz (Carduelis carduelis). Schau doch mal genauer hin, wie er die Lücken in deinem Sonnenbeet schließt.
Robuste Struktur und wertvolle Winternahrung auf kompakten 0,53 Metern Höhe.
Obwohl für diese spezielle Art keine detaillierten Bestäubungsdaten vorliegen, spielt der Grünährige Amarant eine wichtige Rolle im Gartenökosystem. Seine winzigen, nur 0,3999 mg leichten Samen (Diasporen) werden im Spätherbst und Winter zu einer wertvollen Energiequelle für heimische Singvögel. Durch die lange Blütezeit von Juni bis Oktober bietet er in einer Phase Struktur, in der viele andere Wildpflanzen bereits verblüht sind. Die breiten Blätter beschatten den Boden und tragen zum Erhalt der Bodenfeuchte bei, was nützlichen Bodenorganismen zugutekommt. Als Pionierpflanze auf stickstoffreichen Böden trägt er zur natürlichen Bodenbefestigung und Nährstoffdynamik bei.
Der Grünährige Amarant wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb in Gärten mit kleinen Kindern Vorsicht geboten ist. Da er zu den Amarantgewächsen gehört, können sich in der Pflanze Nitrate anreichern, was besonders bei unsachgemäßem Verzehr für Haustiere problematisch sein kann. Im Falle einer unbeabsichtigten Aufnahme kontaktieren Sie bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Okt
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.493 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort: Ellenberg Lichtwert 8 bedeutet, dass die Pflanze mindestens sechs Stunden direkte Sonne benötigt.
Nährstoffreichen Boden bereitstellen: Als Starkzehrer braucht er ein Substrat mit viel Humus oder Kompost.
Bodenfeuchte moderat halten: Er gedeiht am besten auf frischen (mäßig feuchten) Böden, verträgt aber keine Staunässe.
Kalkgehalt prüfen: Ein basischer Boden mit ausreichendem Kalkgehalt ist ideal für eine gesunde Entwicklung.
Pflanzzeit beachten: Setze junge Pflanzen im Frühjahr ab April direkt in das vorbereitete Gartenbeet.
Wuchshöhe einplanen: Mit einer Endhöhe von 0,53 m benötigt er etwa 30 cm Pflanzabstand.
Selbstaussaat fördern: Die leichten Samen werden durch den Wind verbreitet; lass die Fruchtstände für die natürliche Vermehrung über den Winter stehen.
Gute Partnerin: Die Wegwarte (Cichorium intybus) – beide schätzen sonnige, nährstoffreiche Standorte und bieten einen schönen Kontrast.
Der Grünährige Amarant gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als etablierter Neophyt weit verbreitet. Er besiedelt bevorzugt Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Standorte wie Schutthalden oder Wegränder), die warm und nährstoffreich sind. Die Pflanze wächst rein krautig und nicht verholzt, wobei sie charakteristische breitblättrige Blätter mit einer Fläche von etwa 1820 mm² ausbildet. Botanisch bemerkenswert ist seine Effizienz als C4-Pflanze, was ihm ermöglicht, auch bei Hitze und Trockenheit optimal zu wachsen. Er bevorzugt kalkhaltige (basische) Böden in vollsonniger Lage.
1 Video zu Grünähriger Amarant
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
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•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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