Bild folgtKI-generierte IllustrationAndropogon ischaemum
Auch bekannt als: Andropogon ischaemum
An den rötlich überlaufenen, fingerartigen Blütenständen lässt sich das Bartgras (Andropogon ischaemum) sofort erkennen. Dieser Horst (einzeln stehendes Grasbüschel) ist ein wahrer Spezialist für karge Standorte und kommt wunderbar mit großer Hitze zurecht. Da es in unseren Breiten gebietsfremd ist, bietet es in der kalten Jahreszeit einen wertvollen Rückzugsort für kleine Gartenbewohner. Für deinen Naturgarten ist es eine ideale Besetzung, wenn du Flächen hast, auf denen andere Pflanzen aufgrund von Trockenheit aufgeben. Schau doch mal, ob du eine sonnige Böschung für diesen robusten Überlebenskünstler frei hast.
Ein rötlich schimmernder Überlebenskünstler für heiße und trockene Gartenplätze.
Da für diese Art keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, schätzen wir vor allem ihren Wert als Strukturelement und Winterquartier. In einem naturnahen Garten dienen die über den Winter stehengelassenen Halme als Schutzraum für Insekten, die darin ihre Eier ablegen oder überwintern. Die Samenstände bieten in der kargen Jahreszeit zudem eine natürliche Futterquelle für verschiedene Samenfresser unter den Wildvögeln. Durch seine Anpassung an extreme Trockenheit erhält das Bartgras wertvolle Lebensräume, die durch den Klimawandel zunehmend an Bedeutung gewinnen.
In unserer Datenbank ist das Bartgras als nicht kindersicher eingestuft. Dies begründet sich vor allem durch die scharfkantigen Blätter und die festen Grannen (borstenartige Fortsätze an den Blüten), an denen man sich schneiden oder unangenehm stechen kann. Achte darauf, dass kleine Kinder nicht unvorsichtig mit den Händen durch das Gras streifen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz im Garten, an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direkte Sonne bekommt.
Der Boden sollte mager (nährstoffarm) und sehr gut durchlässig sein; mische bei schwerem Boden gegebenenfalls Sand oder feinen Kies unter.
Pflanzzeit Frühling: Setze das Gras idealerweise zwischen April und Mai in die Erde.
Pflanzzeit Herbst: Eine Pflanzung von September bis November ist ebenfalls möglich, solange der Boden noch nicht gefroren ist.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 30 bis 40 Zentimetern ein, um jedem Horst genug Raum zur Entfaltung zu geben.
Ein Rückschnitt der alten Halme erfolgt erst im zeitigen Frühjahr (März) kurz vor dem neuen Austrieb.
Gießen ist nur in der Anwachsphase nötig, danach versorgt sich der Tiefwurzler selbst.
Gute Partnerin: Die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) — sie hat die gleichen Standortansprüche und setzt farbliche Akzente zum feinen Laub des Grases.
Das Bartgras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in den wärmebegünstigten Regionen Mitteleuropas zu Hause. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Felshänge auf kalkhaltigem Untergrund. Morphologisch fällt es durch seine straff aufrechten Halme und die namensgebende Behaarung an den Knoten der Blütenstände auf. Da es Horste bildet und keine Ausläufer treibt, bleibt es an seinem zugewiesenen Platz im Garten, was es sehr pflegeleicht macht.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →