Bild folgtKI-generierte IllustrationAnoda cristata
Auch bekannt als: Anoda cristata
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
An ihren violetten, schalenförmigen Blüten mit der markanten dunklen Aderung lässt sich die Cristate Anode (Anoda cristata) sofort erkennen. Als stattliche Malvenverwandte bringt sie Struktur in das herbstliche Beet, wenn viele andere Stauden bereits verblühen. Da sie erst im September und Oktober blüht, bietet sie eine wertvolle späte Nahrungsquelle für Bestäuber, die sich auf den Winter vorbereiten. Ihre schweren Samen fallen meist direkt zu Boden oder werden über kurze Distanzen durch Tiere verbreitet. Wenn du eine pflegeleichte Pflanze suchst, die deinen Garten bis zum ersten Frost bereichert, ist sie eine wunderbare Wahl für die späte Saison.
Späte violette Pracht: Die 1,2 m hohe Malven-Verwandte für das Gartenfinale.
Nach aktuellen Daten stellt die Pflanze durch ihre späte Blütezeit von September bis Oktober eine wichtige Ressource im Gartenjahr dar. Wenn das allgemeine Nahrungsangebot in der Landschaft bereits schwindet, bietet sie als spätblühende Art Nektar für Insekten. Die schweren Samen mit einem Gewicht von etwa 10,96 mg fallen meist zu Boden oder werden durch Tiere über kurze Distanzen ausgebreitet. Diese Diasporen (Ausbreitungseinheiten) dienen in der kalten Jahreszeit als potenzielle Nahrung für Vögel. Durch ihre beachtliche Höhe von 1,2 m schafft sie zudem im Spätsommer einen geschützten Raum in der Krautschicht für verschiedene Kleinstlebewesen.
Die Pflanze ist laut vorliegenden Daten nicht als kindersicher eingestuft. Achte darauf, dass keine Pflanzenteile von Kindern oder Haustieren verzehrt werden. Im Falle eines Verdachts auf Vergiftung kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240. Es empfiehlt sich, die Pflanze eher in hinteren Beetbereichen zu platzieren.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Sep – Okt
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
1.2 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort mit mindestens sechs Stunden direktem Sonnenlicht am Tag.
Der Boden sollte nährstoffreich und gut durchlässig sein; vermeide Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich).
Pflanzzeit: Im Frühling zwischen März und Mai direkt ins Beet säen oder vorkultivieren.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 40-50 cm ein, damit sich die Pflanze bis auf 1,2 m Höhe entfalten kann.
Während der späten Blütezeit im September und Oktober bei anhaltender Trockenheit regelmäßig gießen.
Da die Art einjährig ist, stirbt sie bei Frost ab; lasse die Samenstände für die Selbstaussaat stehen.
Die Vermehrung gelingt leicht durch das Sammeln der schweren Samen im Spätherbst.
Gute Partnerin: Wilde Malve (Malva sylvestris) – sie ist heimisch, ergänzt das Malven-Spektrum ökologisch und hat ähnliche Ansprüche an Boden und Licht.
Die Cristate Anode (Anoda cristata) gehört zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae). In unserer Region wird sie meist als einjährige, krautige Pflanze kultiviert, die nicht verholzt. Sie bevorzugt sonnige Ruderalstandorte (vom Menschen beeinflusste Rohböden wie Schutthalden oder Wegränder) und nährstoffreiche Böden. Mit einer fixen Wuchshöhe von 1,2 m und ihren breitblättrigen, oft spitz zulaufenden Blättern zeigt sie ein schnelles Wachstum innerhalb einer einzigen Saison. Charakteristisch ist die fünfzählige Blütenform, die typisch für die Ordnung der Malvenartigen ist.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →