Bild folgtKI-generierte IllustrationAphanes microcarpa
Auch bekannt als: Alchemilla microcarpa
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Arten
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dokumentiert
An ihrer winzigen, teppichartigen Wuchsform lässt sich der Kleinfrüchtige Ackerfrauenmantel (Aphanes microcarpa) sofort erkennen. Die Pflanze schmiegt sich so flach an den Boden, dass man sie im Garten leicht übersieht, doch für die Artenvielfalt ist sie ein wertvoller Lückenfüller. Sie besiedelt bevorzugt offene Stellen auf trockenem Grund und bietet Gästen wie dem Buchfink (Fringilla coelebs) eine willkommene Futterquelle durch ihre Samen. In naturnahen Gärten mit mageren Standorten übernimmt sie eine wichtige Pionierfunktion für die Bodenfestigung. Wenn du ein Herz für die unauffälligen Helden am Wegesrand hast, bereichert dieser Winzling deine Gartenflora.
Ein 3 Zentimeter kleiner Überlebenskünstler als Kraftfutter für den Buchfink.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten profitiert vor allem der Buchfink (Fringilla coelebs) von den Samen dieser Art. Die Samen sind mit nur 0,13 mg extrem leicht, was ihnen eine Fernausbreitung durch den Wind oder durch Anhaftung an Tieren ermöglicht. Obwohl die Pflanze keine großen Blütenmassen bildet, ist sie ein wichtiger Bestandteil der Samendiversität auf mageren Standorten. Sie besetzt gezielt lückige Stellen im Garten und verhindert so die Erosion auf trockenen Kahlflächen. Durch ihre spezialisierte Lebensweise bietet sie Nahrung in einem Bereich, der für viele andere Pflanzen zu extrem ist.
Bitte beachte, dass der Kleinfrüchtige Ackerfrauenmantel laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine spezifischen Vergiftungsfälle bekannt sind, sollten Kleinkinder beim Entdecken im Garten beaufsichtigt werden. Bei Verdacht auf Unverträglichkeiten nach Verzehr ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.029 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Lichtwert 8), an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direktes Licht erhält.
Der Boden sollte trocken sein (Ellenberg Feuchtewert 2), da Staunässe der Pflanze schadet.
Ein normaler Gartenboden ohne zusätzliche Düngung (Mittelzehrer) ist für die Entwicklung ideal.
Pflanze den Winzling im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte auf die Wuchshöhe von genau 0,03 m (3 cm) und halte den Bereich frei von überwuchernden Gräsern.
Eine Bodenvorbereitung ist meist nicht nötig, solange der Standort mager und offen bleibt.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über Selbstaussaat durch die sehr leichten Samen.
Gute Partnerin: Die Heidenelke (Dianthus deltoides) – sie teilt die Vorliebe für sonnige, trockene Standorte und lässt dem Frauenmantel genug Raum zum Atmen.
Der Kleinfrüchtige Ackerfrauenmantel gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und lückige Pionierstandorte auf neutralen bis schwach sauren Böden. Morphologisch zeichnet sich diese krautige Pflanze durch ihre extrem geringe Größe und die fächerförmig geteilten, behaarten Blätter aus. Da die Art nicht verholzt und sehr flach bleibt, besiedelt sie ökologische Nischen, in denen konkurrenzstärkere Pflanzen aufgrund von Trockenheit kaum gedeihen.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →