Bild folgtKI-generierte IllustrationFamilie: Scarabaeidae
Wenn du im Garten den Dung von Weidetieren oder Komposthaufen genauer betrachtest, begegnet dir gelegentlich Aphodius pictus. Dieser kleine Käfer aus der Familie der Blatthornkäfer (Scarabaeidae) zeichnet sich durch seine Zeichnung auf den Flügeldecken aus, die ihm seinen Namen gab. Er gehört zur Gruppe der sogenannten Dungkäfer. Das bedeutet, dass er für die Zersetzung organischer Substanz eine wichtige Rolle spielt, da er diese Materialien in den Boden einarbeitet. Mit seinen kräftigen Beinen, die an den Rändern bedornt sind, kann er sich geschickt durch das Substrat graben.
Die Aktivitätsphase der Käfer beginnt meist im Frühjahr, sobald die Temperaturen den Boden erwärmen. Der Lebenszyklus ist eng an das Vorhandensein von organischem Material gekoppelt. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier in nährstoffreiches Substrat. Die Larvalentwicklung findet geschützt unter der Oberfläche statt, gefolgt von einer Puppenruhe, bevor die neue Generation von Käfern schlüpft. Im Spätsommer nimmt die Aktivität ab, und die Käfer überwintern als Imagines, also als voll entwickelte Käfer, in der schützenden Erde.
Da Aphodius pictus keine Pflanzenschädlinge sind, sondern wertvolle ökologische Arbeit bei der Bodenpflege leisten, ist keine Bekämpfung erforderlich. Bitte verzichte vollständig auf den Einsatz von Insektiziden oder chemischen Düngern im Garten, da diese Mittel die empfindliche Fauna der Bodenbewohner zerstören und die biologische Vielfalt nachhaltig schwächen.
Die Gattung Aphodius umfasst zahlreiche Arten, die morphologisch, also in ihrem äußeren Körperbau, oft sehr ähnlich sind. Aphodius pictus ist als koprophager Käfer klassifiziert, was bedeutet, dass er sich von Exkrementen ernährt. Die Larven dieser Käfer entwickeln sich direkt im Dung oder in nährstoffreichem Bodenmaterial, wo sie als Destruenten – also Organismen, die abgestorbenes organisches Material abbauen – maßgeblich zur Humusbildung und Nährstoffkreislauf-Schließung im Garten beitragen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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