Bild folgtKI-generierte IllustrationArabis soyeri subsp. subcoriacea
Auch bekannt als: Arabis soyeri subsp. subcoriacea
Wer die Glanz-Gänsekresse einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren glänzenden, fast lederartigen Blättern und dem sehr kompakten Wuchs setzt sie markante Akzente. Als heimische Spezialistin für kühle, feuchte Lagen schließt sie eine ökologische Lücke in Deinem Garten, in der sich andere Stauden oft schwertun. Sie ist besonders wertvoll für Standorte mit kalkhaltigem Untergrund und bereichert dort die standorttypische Vielfalt. In Deinem Garten fungiert sie als robuster Bodendecker für alpine Beete oder kühle Steingarten-Partien. Wenn Du eine unaufgeregte, aber charakterstarke Pflanze für diese speziellen Ecken suchst, triffst Du mit ihr die richtige Wahl.
Alpiner Glanz für kühle Ecken: Die robuste Spezialistin für feuchte Kalkböden.
Als heimische (indigene) Pflanze übernimmt die Glanz-Gänsekresse eine wichtige Funktion in spezialisierten Ökosystemen. Da sie an Standorten gedeiht, die durch Kälte und hohe Feuchtigkeit geprägt sind, bietet sie in diesen Nischen eine verlässliche Lebensgrundlage für die dort ansässige Kleinferna. Durch ihre Bindung an kalkreiche Böden fördert sie die floristische Vielfalt an Standorten mit basenreaktion. In Deinem Garten trägt sie dazu bei, ein natürliches Gleichgewicht in alpinen Pflanzengemeinschaften zu simulieren. Da sie nicht verholzt, bleibt sie als krautige Struktur das ganze Jahr über ein Bestandteil der bodennahen Vegetation.
Die Glanz-Gänsekresse wird als nicht kindersicher eingestuft. Es empfiehlt sich daher, sie an Stellen zu pflanzen, die nicht als Spielfläche für Kinder dienen, und darauf zu achten, dass keine Pflanzenteile verzehrt werden. Für die Gestaltung von reinen Naturbeobachtungsbereichen ist sie jedoch ideal geeignet.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.135 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Lichtwert 7), damit die Pflanze ihre charakteristische kompakte Form behält.
Achte auf eine gleichmäßige Feuchtigkeit (Ellenberg Feuchtewert 7), da sie keine längeren Trockenperioden verträgt.
Der Boden sollte mager (Ellenberg Nährstoffwert 3) und kalkhaltig oder basisch sein (Ellenberg Reaktionswert 9).
Setze die Pflanze im Frühling zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November in den Boden.
Mit einer Wuchshöhe von genau 0,14 m eignet sie sich hervorragend für den Vordergrund oder schmale Spalten.
Eine Düngung ist nicht erforderlich, da sie als Schwachzehrer an nährstoffarme Bedingungen angepasst ist.
Halte den Bereich um die Pflanze offen, um Konkurrenz durch stark wüchsige Gräser zu vermeiden.
Gute Partnerin: Alpen-Grasnelke (Armeria alpina) – sie teilt die Vorliebe für kühle Standorte und ergänzt die Gänsekresse optisch wunderbar.
Die Glanz-Gänsekresse (Arabis soyeri subsp. subcoriacea) ist ein Vertreter der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). In Deutschland kommt sie natürlich in den Alpen und im Alpenvorland vor, wo sie bevorzugt in kühlen, feuchten Gebirgslagen siedelt. Ihr natürlicher Lebensraum sind Kalk-Schuttfluren und feuchte Felsspalten auf basenreichem Gestein. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre grundständigen Blattrosetten und die namensgebende, glänzende Blattoberfläche aus. Als indigene (heimische) Art ist sie perfekt an die klimatischen Bedingungen ihrer Höhenlagen angepasst.
1 Video zu Glanz-Gänsekresse
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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