Bild folgtKI-generierte IllustrationArenaria ciliata subsp. ciliata
Auch bekannt als: Arenaria ciliata subsp. ciliata
An ihren bewimperten Blatträndern und den zierlichen weißen Blüten lässt sich das Wimper-Sandkraut (Arenaria ciliata subsp. ciliata) sofort erkennen. In deinem Garten ist dieser winzige Überlebenskünstler ein echtes Statement für den Artenschutz, da die Pflanze in Deutschland auf der Roten Liste steht. Als Spezialist für kühle, kalkreiche Standorte besetzt sie eine ökologische Nische, die in modernen Steingärten oft fehlt. Mit einer Wuchshöhe von gerade einmal 0.07 m passt sie perfekt in kleinste Fugen. Hol dir mit dieser indigenen (einheimischen) Art ein echtes Stück Alpen-Natur direkt nach Hause.
Alpine Kostbarkeit: Schütze eine seltene Rote-Liste-Art auf nur 7 cm Höhe.
Das Wimper-Sandkraut spielt eine wichtige Rolle als Spezialist in kalkreichen Gebirgslagen. Da die Art in Deutschland auf der Roten Liste (Status D) geführt wird, trägt ihre Ansiedlung im Garten direkt zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei. Die Pflanze geht eine AM-Mykorrhiza ein, was die biologische Aktivität und Stabilität des Bodens fördert. Da es sich um eine indigene (ursprünglich einheimische) Art handelt, ist sie perfekt in das regionale Ökosystem eingepasst. In deinem Alpinarium bietet sie eine wertvolle Struktur für die kleinteilige Bodenfauna.
In Bezug auf die Garteneigenschaften wird das Wimper-Sandkraut als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine spezifischen Vergiftungsnotfälle bekannt sind, solltest du sicherheitshalber darauf achten, dass Kinder keine Pflanzenteile verzehren. Für Haustiere liegen keine Warnhinweise vor, ein achtsamer Umgang im naturnahen Garten ist jedoch immer ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.055 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 9), da das Sandkraut maximale Sonne benötigt.
Der Boden sollte mager (Schwachzehrer) und frei von überschüssigen Nährstoffen sein.
Achte auf ein kalkhaltiges und basisches Substrat (Reaktionswert 8), etwa durch Zugabe von Kalksplitt.
Halte den Boden mäßig feucht (frisch), vermeide aber unbedingt Staunässe.
Pflanzzeit Frühling: Setze junge Pflanzen idealerweise zwischen März und Mai.
Pflanzzeit Herbst: Auch von September bis November ist das Pflanzen möglich, solange der Boden offen ist.
Halte den Pflanzbereich frei von wüchsigen Nachbarn, damit das nur 0.07 m hohe Kraut nicht überwachsen wird.
Gute Partnerin: Die Alpen-Grasnelke (Armeria alpina) – sie teilt die Vorliebe für kalkreiche, sonnige Standorte und ergänzt die Polsterstruktur perfekt.
Das Wimper-Sandkraut gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist in Deutschland sowie der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind alpine Kalkfelsfluren und lückige Magerasen, wobei die Pflanze als Kältespezialist (Temperaturwert 1) gilt. Morphologisch fällt sie durch ihre krautige, nicht verholzende Wuchsform auf, die dichte, flache Polster bildet. Eine Besonderheit ist die AM-Mykorrhiza, eine Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Bodenpilzen (arbuskuläre Mykorrhizapilze), die die Nährstoffaufnahme verbessert.
1 Video zu Wimper-Sandkraut
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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