
Artemisia campestris
An seiner stattlichen Wuchshöhe von 1,5 m lässt sich der Feld-Beifuß (Artemisia campestris) sofort erkennen. Diese krautige Pflanze ist ein wahrer Überlebenskünstler für extrem sonnige und trockene Standorte, an denen viele andere Gewächse aufgeben würden. Da er als Archäophyt – also eine Art, die bereits vor langer Zeit zu uns kam – indigen ist, passt er perfekt in unsere Landschaft. Er blüht erst spät im Jahr, wenn die meisten anderen Pflanzen bereits verblüht sind, und bereichert so Deinen Garten im Spätsommer. Als Kenner der heimischen Flora weißt Du, dass solche robusten Arten das Rückgrat eines pflegeleichten Naturgartens bilden. Hast Du schon ein sonniges Plätzchen für ihn reserviert?
Der 1,5 Meter hohe Sonnenanbeter: Robust und blühstark bis in den Oktober.
Durch seine späte Blütezeit von August bis Oktober stellt der Feld-Beifuß eine wichtige Ressource im Gartenjahr dar. Da die Samen mit nur 0,08 mg extrem leicht sind, nutzt die Pflanze die Windausbreitung, um neue Standorte zu besiedeln. Er ist hervorragend an trockene Verhältnisse angepasst und bleibt auch bei Hitze stabil. Obwohl für diese Art keine spezifischen Bestäuberdaten in der Datenbank vorliegen, ist er als einheimische Pflanze ein wertvoller Teil des Ökosystems. Er geht eine AM-Mykorrhiza ein, eine Lebensgemeinschaft mit Pilzen, die den Boden vital hält. Im Winter dienen die vertrockneten Stängel oft als Strukturgeber in der Landschaft.
Bitte beachte, dass der Feld-Beifuß in der Gartenplanung als nicht kindersicher eingestuft wird. Er sollte daher so platziert werden, dass er nicht direkt an Spielflächen für Kleinkinder angrenzt. Bei Unfällen oder Fragen zu Unverträglichkeiten ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Aug – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.499 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz in voller Sonne (Lichtzahl 9), er verträgt keine Beschattung.
Boden: Der Untergrund sollte mager und nährstoffarm sein, da die Pflanze ein Schwachzehrer ist.
Feuchtigkeit: Ein trockener Standort ist ideal (Feuchtezahl 3), Staunässe muss unbedingt vermieden werden.
Pflanzzeit Frühjahr: Setze junge Pflanzen zwischen März und Mai in den Boden.
Pflanzzeit Herbst: Von September bis November ist eine Pflanzung möglich, solange der Boden frostfrei ist.
Vorbereitung: Bei schweren Böden solltest Du Sand einarbeiten, um die Drainage (Wasserabfluss) zu verbessern.
Pflege: Er ist sehr pflegeleicht; ein Rückschnitt der krautigen Triebe kann im Spätwinter erfolgen.
Vermehrung: Die Samen sind mit 0,08 mg sehr leicht und verbreiten sich durch den Wind im Garten.
Gute Partnerin: Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie teilt die Vorliebe für trockene, sonnige Standorte und ergänzt das herbstliche Bild.
Der Feld-Beifuß gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), wo er auf neutralen bis schwach sauren Böden gedeiht. Mit einer festgeschriebenen Wuchshöhe von 1,5 m gehört er zu den auffälligeren Erscheinungen auf magerem Untergrund. Die Pflanze ist nicht verholzt und wird botanisch als breitblättrig klassifiziert. Eine Besonderheit ist seine Symbiose mit Mykorrhiza (Wurzelpilzen) vom Typ AM, die ihm hilft, auch an extrem nährstoffarmen Standorten zu überleben.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1887332731
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