Bild folgtKI-generierte IllustrationArtemisia rupestris
Auch bekannt als: Artemisia rupestris
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Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Felsen-Beifuß (Artemisia rupestris) durch seinen niedrigen, krautigen Wuchs auf, der mit exakt 0,19 m Höhe eine diskrete, aber wertvolle Bereicherung für deinen Garten darstellt. Diese seltene Art ist ein wahrer Überlebenskünstler, der in der freien Natur vom Aussterben bedroht ist (Rote Liste 1). Besonders für spezialisierte Falter wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) ist er eine lebenswichtige Nahrungsquelle in der späten Saison. Mit seiner Blütezeit von September bis Oktober schließt er eine kritische Lücke im herbstlichen Buffet. Wenn du eine Schwäche für botanische Kostbarkeiten hast, die sonst kaum jemand im Garten zeigt, ist dieser Beifuß genau richtig für dich.
Botanische Rarität: Ein herbstlicher Rettungsanker für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Felsen-Beifuß eine Schlüsselpflanze für mehrere Scheckenfalter-Arten. Er dient als wichtige Nektarquelle für den Kernbeißer-Scheckenfalter (Melitaea aetherie), den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) sowie für Melitaea varia und Melitaea ornata. Sogar seltenere Gäste wie der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) profitieren von seinem Angebot. Da die Blüte erst im September beginnt, finden diese Insekten hier Nahrung, wenn viele andere Wiesenblumen bereits verblüht sind. Seine winzigen Samen dienen zudem als wertvolles Kleinfutter, das durch sein geringes Gewicht von nur 0,04 mg weite Strecken überbrücken kann.
Bitte beachte, dass der Felsen-Beifuß als nicht kindersicher eingestuft wird. Achte im Garten darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Bei Verdacht auf Unverträglichkeiten oder versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Sep – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.189 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz ohne jegliche Beschattung (Ellenberg Lichtwert 9).
Boden: Der Untergrund muss unbedingt kalkhaltig oder basisch sein (Reaktion 8) und sollte wenig Nährstoffe enthalten (Magerboden).
Feuchtigkeit: Trotz der Sonnenliebe benötigt die Pflanze einen frischen, mäßig feuchten Boden (Feuchte 7); achte darauf, dass der Standort nie ganz austrocknet.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen am besten im Frühjahr (März-Mai) oder im Herbst bis zum ersten Frost.
Pflanzabstand: Da er nur 0,19 m hoch wird, sollte er im Vordergrund platziert werden, damit er nicht von größeren Nachbarn überwachsen wird.
Pflege: Ein Rückschnitt ist im Herbst nicht nötig; lass die Triebe als Winterschutz für Bodenorganismen stehen.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich durch extrem leichte Samen (0,04 mg) über den Wind.
Gute Partnerin: Die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) — sie teilt die Vorliebe für kalkreiche Standorte und ergänzt die späte Blütezeit ökologisch wertvoll.
Der Felsen-Beifuß gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist eine in Deutschland heimische (indigene) Art. Sein natürlicher Lebensraum umfasst extrem sonnige Standorte, die jedoch eine gewisse Grundfeuchte aufweisen und kalkreich (basisch) sind. Als Schwachzehrer (Magerzeiger) besiedelt er ökologische Nischen, in denen konkurrenzstarke Gräser kaum eine Chance haben. Die Pflanze wächst rein krautig, verholzt also nicht, und zeichnet sich durch breitblättriges Laub aus, das typisch für viele Vertreter der Gattung Artemisia ist.
1 Video zu Felsen-Beifuß
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →