Bild folgtKI-generierte IllustrationCynanchica pyrenaica
Auch bekannt als: Cynanchica pyrenaica
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Arten
interagieren
21
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Kalk-Meier (Cynanchica pyrenaica) durch seine zierlichen, meist blassrosa oder weißen Blütentrauben auf, die wie ein feiner Schleier über dem Boden schweben. Diese heimische Wildpflanze ist ein wahrer Überlebenskünstler für extrem sonnige Standorte, an denen andere Gewächse längst aufgeben. Für die Insektenwelt ist er eine wichtige Tankstelle, da er spezialisierten Arten wie der Acker-Schmalbiene (Lasioglossum pauxillum) über viele Monate Nahrung bietet. Wenn du eine trockene Mauerkrone oder einen Steingarten hast, ist dieser Filigran-Künstler genau die richtige Wahl. Du wirst sehen, wie dieser unscheinbare Gast schnell zum Liebling der Schmetterlinge in deinem Garten wird.
Filigraner Kalkspezialist: Fünf Monate Nektar für seltene Wildbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Kalk-Meier eine wertvolle Futterpflanze für spezialisierte Insektenarten. Besonders die Acker-Schmalbiene (Lasioglossum pauxillum) sucht die kleinen Trichterblüten regelmäßig auf, um Nektar und Pollen zu sammeln. Auch Tagfalter wie der Heufalter profitieren von dem Angebot, das sich über die gesamte Sommermitte bis in den Herbst erstreckt. Da die Blütezeit von Juni bis Oktober reicht, stellt die Pflanze eine kontinuierliche Nahrungsquelle dar, wenn viele Frühjahrsblüher bereits verblüht sind. In naturnahen Gärten dient sie somit als wichtiger Baustein zur Vernetzung von Trockenlebensräumen.
Nach den vorliegenden Gartendaten wird der Kalk-Meier als nicht kindersicher eingestuft. Da die Pflanze für Haushalte mit kleinen Kindern nicht uneingeschränkt empfohlen wird, sollte sie außerhalb der Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs ist der Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
5
Pollenwert
5
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Licht 8), der mindestens sechs Stunden direkte Sonne am Tag erhält.
Boden: Der Untergrund muss trocken (Feuchte 3) und sehr nährstoffarm sein (Schwachzehrer).
Kalkgehalt: Ein kalkhaltiger oder basischer Boden ist für die Entwicklung zwingend erforderlich (Reaktion 8).
Pflanzzeit: Setze die Pflanze idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bei frostfreiem Boden.
Bodenvorbereitung: Bei schweren Böden solltest du Sand oder feinen Kies einarbeiten, um eine gute Drainage (Wasserabfluss) zu gewährleisten.
Pflege: Vermeide jede Art von Düngung, da die Pflanze an nährstoffreichen Plätzen schnell von Gräsern verdrängt wird.
Vermehrung: Die Pflanze erhält sich an zusagenden Standorten gut durch Selbstaussaat.
Gute Partnerin: Der Echte Wundklee (Anthyllis vulneraria) – er teilt die Liebe zu Kalk und Sonne und ergänzt das Nahrungsangebot für Bestäuber perfekt.
Der Kalk-Meier (Cynanchica pyrenaica) gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und felsige Hänge mit kalkhaltigem Untergrund. Typisch für die Pflanze sind die vierkantigen Stängel und die schmalen Blätter, die in Quirlen (kreisrunde Anordnung der Blätter um den Stängel) stehen. Als ausdauernde, krautige Pflanze ist sie perfekt an die nährstoffarmen Bedingungen von Magerstandorten angepasst.
7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
9 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (CC BY 4.0) – Hervías-Parejo et al. 2023, Zenodo doi:10.5281/zenodo.7985884
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →