Bild folgtKI-generierte IllustrationAsplenium septentrionale subsp. septentrionale
Wer den Nordischen Streifenfarn einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Er sieht auf den ersten Blick eher wie ein robustes Grasbüschel aus, entpuppt sich aber bei näherem Hinsehen als filigraner Überlebenskünstler der Felsspalten. Als seltener Gast im Garten besetzt er Nischen, in denen kaum eine andere Pflanze Fuß fasst, und fördert so die Vielfalt an extremen Standorten. Er bietet spezialisierten Kleinstlebewesen der Gesteinsfluren, wie etwa kleinen Spinnentieren, einen geschützten Rückzugsort. Wenn du eine alte Trockenmauer oder einen Steingarten hast, ist dieser Farn genau die richtige Wahl für dich.
Ein filigraner Überlebenskünstler: 11 cm pure Vitalität für deine Trockenmauer.
In deinem Garten übernimmt dieser Farn eine wichtige ökologische Sonderrolle als Spezialist für extreme Trockenstandorte. Da keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, liegt sein Hauptwert im Strukturangebot für die Kleinstfauna. Er besiedelt Gesteinsritzen, die sonst kahl blieben, und schafft dort Mikrolebensräume für Insekten und Spinnentiere. Seine extrem leichten Sporen werden durch den Wind verbreitet, was ihm die Besiedlung isolierter Steininseln ermöglicht. Als heimische Art bereichert er die Biodiversität deiner Steinbiotope, ohne andere Pflanzen zu verdrängen. Er ist ein Paradebeispiel für die Anpassung an Magerstandorte (nährstoffarme Böden).
Obwohl der Nordische Streifenfarn keine bekannten schweren Vergiftungen verursacht, wird er als nicht kindersicher eingestuft. In Haushalten mit neugierigen Kleinkindern oder Haustieren solltest du darauf achten, dass keine Pflanzenteile verzehrt werden. Wie viele Farne enthält er Stoffe, die bei Genuss zu Unwohlsein führen können. Ein verantwortungsbewusster Umgang ist daher ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.114 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz, er liebt direktes Licht.
Bodenbeschaffenheit: Unbedingt sauer (Reaktion 1) und nährstoffarm (Schwachzehrer).
Standort: Ideal für Spalten in Trockenmauern aus Urgestein (Granit, Gneis) oder im Steingarten.
Feuchtigkeit: Sehr genügsam (Feuchte 2), verträgt Trockenheit ohne Probleme.
Pflanzzeit: Am besten im Frühling (März bis Mai) oder Herbst (September bis November) setzen.
Wuchshöhe: Mit 0,11 m benötigt er kaum Platz, darf aber nicht von größeren Pflanzen überwachsen werden.
Pflege: Absolut pflegeleicht; kein Rückschnitt nötig, vertrocknete Wedel schützen das Herz der Pflanze.
Gute Partnerin: Die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) – sie schätzt ebenfalls saure, magere Standorte und ergänzt den Farn optisch wunderbar.
Der Nordische Streifenfarn (Asplenium septentrionale subsp. septentrionale) gehört zur Familie der Streifenfarngewächse. Er ist in Deutschland heimisch und besiedelt natürlicherweise Silikatfelsen (kieselsäurereiche, saure Gesteine) sowie Mauerspalten. Seine gabelig verzweigten, schmalen Wedel sind ein markantes Merkmal, das ihn von den typischen, fiedrigen Farnen unterscheidet. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,11 m bleibt er sehr kompakt. Als Pionierpflanze kommt er mit extrem nährstoffarmen und trockenen Bedingungen bestens zurecht.
1 Video zu Nordischer Streifenfarn
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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