Bild folgtKI-generierte IllustrationAsplenium quadrivalens
Auch bekannt als: Tetraploider Braunstieliger Streifenfarn
An ihren glänzend dunkelbraunen Blattstielen, die einen starken Kontrast zu den kleinen, rundlichen grünen Blättchen bilden, lässt sich die Pflanze sofort erkennen. Dieser Braunstielige Streifenfarn ist ein echter Spezialist für vertikale Lebensräume und besiedelt Mauerritzen oder Felsspalten, an denen kaum eine andere Art Fuß fasst. Er fördert die strukturelle Vielfalt in deinem Garten und nutzt die Symbiose mit AM (Arbuskulären Mykorrhizapilzen), um Nährstoffe effizient aus kargem Untergrund zu lösen. Da er wintergrün ist, bietet er auch in der kalten Jahreszeit wertvolle Deckung für Kleinstlebewesen. Hast du eine alte Kalksteinmauer oder eine schattige Treppe, der noch das gewisse Etwas fehlt?
Der robuste Überlebenskünstler für kalkhaltige Mauern und schattige Felsspalten.
Dieser Farn spielt eine wichtige Rolle als Pionierbesiedler von Gestein und trägt zur Bodenbildung in kargen Nischen bei. Durch die arbuskuläre Mykorrhiza (eine Form der Pilzsymbiose im Wurzelraum) ist er eng mit dem Bodenökosystem vernetzt und verbessert die Bodenstruktur. In den dichten Wedeln finden kleine Wirbellose wie Asseln oder Spinnen das ganze Jahr über Schutz vor Austrocknung und Fressfeinden. Da die Sporen erst im Spätherbst (Oktober) reifen, bietet die Pflanze gerade dann einen ökologischen Aspekt, wenn viele andere Stauden bereits einziehen. Er ist ein wertvoller Baustein für die Biodiversität in vertikalen Gartenbereichen.
Der Braunstielige Streifenfarn wird als nicht kindersicher eingestuft. Da Farne Substanzen enthalten können, die bei Verzehr unbekömmlich sind, sollten Kinder nicht mit den Wedeln spielen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Okt – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Licht 5: Wähle einen Platz im Halbschatten, ohne pralle Mittagssonne.
Feuchte 4: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, Staunässe ist unbedingt zu vermeiden.
Boden 3: Als Schwachzehrer (Magerpflanze) benötigt er kaum Nährstoffe; normale Gartenerde sollte mit Sand oder Kalksplitt abgemagert werden.
Reaktion 7: Er ist kalkliebend (basisch) – mische bei Bedarf etwas Kalkgrus unter die Erde.
Pflanzzeit: Setze den Farn im Frühjahr (März-Mai) oder im Herbst (September-November) in Mauerritzen oder Steingärten.
Pflanzabstand: Halte etwa 15 bis 20 cm Abstand zu anderen Pflanzen.
Pflege: Schneide vertrocknete Wedel erst im Frühjahr zurück, da sie im Winter als natürlicher Schutz dienen.
Gute Partnerin: Die Mauerraute (Asplenium ruta-muraria) – sie hat identische Ansprüche an kalkhaltige Mauern und ergänzt das Bild ökologisch perfekt.
Der Braunstielige Streifenfarn gehört zur Familie der Streifenfarngewächse (Aspleniaceae) und ist in Deutschland und Österreich weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum sind kalkhaltige Felsen und Mauern in halbschattigen Lagen, was ihn als Petrophyten (Felsplanze) kennzeichnet. Im Gegensatz zu vielen Wald-Farnen bevorzugt diese Unterart basenreiche Standorte. Ein typisches Merkmal sind die Sori (Sporenlager) auf der Wedelunterseite, die hier in charakteristischen Streifen angeordnet sind.
2 Videos zu Asplenium trichomanes subsp. quadrivalens
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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