Bild folgtKI-generierte IllustrationAsplenium viride
Auch bekannt als: Grüner Streifenfarn, doradille verte
Du erkennst den Grünstieligen Streifenfarn (Asplenium viride) an seinem namensgebenden grünen Blattstiel, der im Gegensatz zu verwandten Arten bis weit in die Wedel hinein hellgrün bleibt. Dieser zierliche Farn ist ein wahrer Spezialist für kalkreiche Nischen und bringt Leben in schattige Steinspalten, in denen kaum etwas anderes wächst. Da er auf der Vorwarnliste der bedrohten Arten steht, leistest du mit seiner Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Farnvielfalt. In deinem Garten bietet er einen wichtigen Lebensraum für winzige Spinnentiere und Kleinstinsekten, die in den feinen Zwischenräumen der Wedel Schutz suchen. Wenn du eine alte Gartenmauer oder einen kühlen Steingarten hast, wird er dort schnell zum heimlichen Star.
Seltener Nischenkünstler: Dein Beitrag zum Schutz bedrohter Mauerfarne.
Dieser Farn ist ein hochspezialisierter Bewohner ökologischer Nischen. Da Farne keine Blüten bilden, produziert er keinen Nektar, ist aber durch seine Sporenreife im Juli und August ein interessanter Teil des Naturkreislaufs. Die Sporen sind mit 0,0 mg extrem leicht und nutzen die Windausbreitung, um neue Standorte zu besiedeln. Für die Artenvielfalt im Garten ist er besonders wertvoll, da er in schattigen Gesteinsbiotopen als Strukturbildner dient. Winzige wirbellose Tiere finden in seinem dichten Wuchs Mikrolebensräume. Da die Art in der Roten Liste auf der Vorwarnliste (V) geführt wird, ist jeder etablierte Bestand in Privatgärten ein kleiner Trittstein für die Vernetzung bedrohter Populationen.
Bitte achte darauf, dass der Grünstielige Streifenfarn laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. Auch wenn er keine schweren Gifte enthält, sollten Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. In Mauerritzen platziert, wächst er jedoch ohnehin meist außerhalb der direkten Reichweite kleiner Entdecker.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.115 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Schattenplatz wählen : Suche einen Platz ohne direkte Sonne, idealerweise an einer kühlen Nordseite oder unter größeren Gehölzen.
Kalkgehalt beachten : Der Boden muss unbedingt kalkhaltig oder basisch sein (Reaktionswert 8), da die Pflanze auf sauren Böden nicht überlebt.
Magerer Boden : Als Schwachzehrer (Magerkeitszeiger) benötigt der Farn kaum Nährstoffe; vermeide daher jede Düngung.
Feuchtigkeit halten : Der Standort sollte frisch, also gleichmäßig mäßig feucht sein, wobei Staunässe durch gute Drainage vermieden werden muss.
Pflanzzeit : Setze den Farn im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Einpflanzen : Drücke die Wurzeln vorsichtig direkt in Mauerritzen oder Steinspalten, die mit etwas kalkhaltiger Erde gefüllt sind.
Gute Partnerin : Die Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia) ist eine ideale Begleiterin, da sie die gleichen kalkhaltigen Steinstandorte besiedelt und mit ihren blauen Blüten einen schönen Kontrast bildet.
Der Grünstielige Streifenfarn gehört zur Familie der Streifenfarn-Gewächse (Aspleniaceae) und ist in den Gebirgsregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er besiedelt als sogenannter Lithophyt (Gesteinspflanze) bevorzugt kalkhaltige Felsspalten und schattige, feuchte Mauern. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,11 m bleibt er sehr kompakt und ist an seinen einfach gefiederten, breitblättrigen Wedeln erkennbar. Die Vermehrung erfolgt nicht über Blüten, sondern über mikroskopisch kleine Sporen, die an der Blattunterseite in länglichen Kapseln reifen.
1 Video zu Grünstieliger Streifenfarn
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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