Bild folgtKI-generierte IllustrationBallota nigra subsp. foetida
Wer den Schwarzen Andorn (Ballota nigra subsp. foetida) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren runzeligen Blättern und dem sehr intensiven, fast schon unangenehmen Geruch ist die Pflanze unverwechselbar. In deinem Garten übernimmt sie eine wichtige ökologische Rolle, da sie hervorragend mit sehr nährstoffreichen Böden zurechtkommt und Lücken schließt, an denen andere Wildblumen aufgeben. Mit einer Wuchshöhe von 0.6 m fügt sie sich ideal in Staudenbeete oder an den Rand von Kompostplätzen ein. Als heimische Art stabilisiert sie das lokale Ökosystem und bietet Struktur für das Bodenleben. Hast du in deinem Garten noch eine sonnige Ecke frei, in der dieser robuste Überlebenskünstler wachsen darf?
Robuste Wildstaude mit 0.6 m Höhe: Der ideale Stickstofffresser für Sonnenplätze.
Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen ist der Schwarze Andorn ein wichtiger Bestandteil heimischer Pflanzengesellschaften auf stickstoffreichen Böden. Seine breitblättrigen Blätter mit einer Fläche von 717.0 mm² bieten wertvollen Lebensraum und Schutz für bodennah lebende Kleintiere. Da die Pflanze krautig wächst und im Winter abstirbt, liefert sie organisches Material für den Nährstoffkreislauf im Garten. Die Ausbreitungsstrategie über sehr leichte Samen ermöglicht es der Art, auch isolierte Gartenflächen als neuen Lebensraum zu erschließen. Als heimische Staude ist sie ein verlässlicher Partner für die lokale Biodiversität, auch an Standorten, die für empfindlichere Magerwiesenpflanzen zu nährstoffreich sind.
Die Datenbank stuft den Schwarzen Andorn als nicht kindersicher ein, weshalb du bei kleinen Kindern im Garten wachsam sein solltest. Da die Pflanze jedoch einen sehr strengen Geruch und einen bitteren Geschmack aufweist, ist ein versehentlicher Verzehr in größeren Mengen unwahrscheinlich. Es empfiehlt sich, bei Gartenarbeiten Handschuhe zu tragen, falls man empfindlich auf die ätherischen Inhaltsstoffe reagiert.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.6 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort aus (Lichtwert 8), damit die Pflanze ihre typische Form behält.
Der Boden sollte sehr nährstoffreich sein (Starkzehrer); eine Gabe von reifem Kompost im Frühjahr ist ideal.
Achte auf mäßig feuchte, frische Erde (Feuchtewert 4), vermeide aber dauerhafte Staunässe.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Setze die Pflanzen mit einem Abstand von etwa 35 bis 40 cm, um der Blattmasse Raum zu geben.
Da die Samen mit nur 0.8811 mg sehr leicht sind, verbreitet sich die Art effizient durch den Wind.
Ein Rückschnitt nach der Blüte kann die Selbstaussaat begrenzen, falls du eine Ausbreitung kontrollieren möchtest.
Gute Partnerin: Die Wegwarte (Cichorium intybus) – sie teilt die Vorliebe für sonnige, nährstoffreiche Plätze und ergänzt das herbe Erscheinungsbild des Andorns.
Der Schwarze Andorn gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in Deutschland sowie Belgien fest beheimatet. Er besiedelt bevorzugt mäßig warme Standorte auf neutralen bis schwach sauren Böden. Als krautige, nicht verholzende Pflanze erreicht er eine präzise Höhe von 0.6 m und bildet charakteristische, breitblättrige Laubblätter aus. In der Natur findet man ihn häufig auf Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Rohbodenflächen) und an Wegrändern. Eine Besonderheit ist seine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Wurzel-Pilz-Gemeinschaft, die ihm hilft, Nährstoffe effizient aus dem Boden zu lösen.
1 Video zu Schwarzer Andorn
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →