Bild folgtKI-generierte IllustrationBromus diandrus
Auch bekannt als: Große Trespe, Großährige Trespe
Mit ihren aufrechten Halmen und der markanten Wuchshöhe von genau 0.46 m fällt die Großährige Trespe (Bromus diandrus) in naturnahen Wiesen sofort auf. Dieses Süßgras ist ein wichtiger Baustein für die heimische Artenvielfalt, da es Struktur und Nahrung bietet. Besonders Vögel profitieren im Winter von den nahrhaften, recht schweren Samen, die das Gras nach der Blüte im Mai und Juni produziert. Auch wenn keine spezifischen Insektenbeziehungen verzeichnet sind, dient das dichte Blattwerk als Schutzraum für Bodenbewohner. Wenn du dieses Gras in einer wilden Ecke deines Gartens zulässt, schaffst du ein wertvolles Stück lebendiger Natur. Probiere es doch einfach mal in einem Randbereich aus, wo es sich natürlich entfalten kann.
Strukturgeber mit Biss: Die nahrhafte Futterstation für deine Gartenvögel.
Die Großährige Trespe leistet einen wertvollen Beitrag zur Winterfütterung unserer heimischen Vogelwelt. Nach aktuellen Erkenntnissen zur Tierverbreitung werden die schweren Samen von etwa 9.2574 mg oft von Tieren im Gefieder oder Fell über kurze Distanzen transportiert. In den Wintermonaten dienen diese Samen als energiereiche Nahrungsgrundlage für Körnerfresser. Da die Pflanze im Mai und Juni blüht, schließt sie eine Lücke im jahreszeitlichen Rhythmus der Samenverfügbarkeit. Die breitblättrigen Halme bieten zudem wichtige Deckung für bodenbrütende Vögel oder kleine Säugetiere. Auch wenn keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, bereichert die Trespe das ökologische Gefüge durch ihre Rolle als Primärproduzent und Samenspender.
Die Großährige Trespe wird als nicht kindersicher eingestuft, da ihre behaarten Halme und spitzen Samenteile mechanische Reizungen an Haut und Schleimhäuten verursachen können. Es handelt sich jedoch um keine Giftpflanze. Achte darauf, dass Kinder beim Spielen nicht direkt mit den reifen Ähren in Kontakt kommen. Im Zweifelsfall ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jun
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.458 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pflanze die Großährige Trespe idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst an einen sonnigen Standort.
Halte bei der Pflanzung einen Abstand von etwa 20 cm ein, damit sich die 0.46 m hohe Pflanze gut entwickeln kann.
Da das Gras als nicht kindersicher eingestuft ist, wähle einen Platz im hinteren Gartenbereich oder in einer Schutzzone.
Der Boden sollte eher durchlässig sein; eine Abmagerung mit Sand kann auf sehr fetten Böden hilfreich sein.
Während der Blütezeit im Mai und Juni benötigt die Pflanze kaum zusätzliche Pflege.
Lass die Samenstände nach der Blüte unbedingt stehen, damit sich das Gras über seine schweren Diasporen (Ausbreitungsorgane) selbst vermehren kann.
Ein Rückschnitt sollte erst im Spätwinter erfolgen, um den ökologischen Wert der Halme zu erhalten.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – sie besiedelt ähnliche Standorte und bietet einen schönen farblichen Kontrast zu den grünen Halmen.
Die Großährige Trespe (Bromus diandrus) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und zur Gattung der Trespen (Bromus). In unserer Region besiedelt sie bevorzugt Ruderalstandorte (vom Menschen geprägte Schutt- oder Brachflächen) und Wegränder. Als krautige, nicht verholzte Pflanze zeichnet sie sich durch ein breitblättriges Laub mit einer Blattfläche von etwa 264.6 mm² aus. Auffällig sind ihre vergleichsweise schweren Samen, die ein Gewicht von etwa 9.2574 mg erreichen. Diese morphologischen Merkmale machen sie zu einem typischen Vertreter der Pionierflora, die sich schnell auf offenen Bodenstellen ansiedelt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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