Bild folgtKI-generierte IllustrationBupleurum gerardi
Auch bekannt als: Bupleurum gerardi
Du erkennst Gerards Hasenohr (Bupleurum gerardi) an seinen filigranen, fast grasartigen Blättern und den zierlichen, gelbgrünen Blütendolden. Als Bewohner seltener Trockenrasen ist diese Pflanze ein Überlebenskünstler auf kargen Böden und bringt eine besondere ökologische Note in deinen Garten. Kleine Bestäuber wie Furchenbienen (Lasioglossum) oder Schwebfliegen finden an den offenen Blüten leicht zugänglichen Nektar. Mit dieser Wahl förderst du eine gefährdete heimische Art, die perfekt an heiße Sommer angepasst ist. Hol dir dieses Stück unberührte Natur direkt vor deine Haustür.
Filigrane Rarität: Ein robuster Überlebenskünstler für heiße Kalkstandorte.
Als heimischer Doldenblütler dient Gerards Hasenohr als wichtige Nahrungsquelle für Insekten mit kurzen Rüsseln. Da die Blüten ihre Energie offen präsentieren, profitieren insbesondere Schwebfliegen und kleine Wildbienen wie Furchenbienen (Halictidae) von Pollen und Nektar. In trockenen Lebensräumen wie Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) ist sie ein wertvoller Baustein im lokalen Ökosystem. Die Samenreife im Spätsommer stellt zudem ein potenzielles Nahrungsangebot für körnerfressende Vögel dar. Mit dem Anbau dieser seltenen Art leistest du einen direkten Beitrag zum regionalen Artenschutz.
Gerards Hasenohr wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie bei vielen Doldenblütlern können die Inhaltsstoffe bei Berührung phototoxische Reaktionen (Hautreizungen bei Sonnenlicht) auslösen, weshalb das Tragen von Handschuhen ratsam ist. Im Falle eines Verzehrs kontaktieren Sie bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht (Ellenberg 8): Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens sechs Stunden direktem Sonnenlicht am Tag.
Feuchtigkeit (Ellenberg 2): Der Boden sollte trocken sein; gieße nur bei extremer, langanhaltender Trockenheit.
Nährstoffe (Ellenberg 2): Setze die Pflanze in mageres Substrat, da sie ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist.
Bodenreaktion (Ellenberg 7): Ein kalkhaltiger oder basischer Untergrund ist für die Entwicklung zwingend erforderlich.
Temperatur (Ellenberg 7): Wähle einen geschützten, warmen Standort, der die Wärme gut speichert.
Pflanzzeit: Die beste Zeit für die Aussaat oder Pflanzung ist im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Pflege: Da die Art einjährig ist, solltest du die Pflanze nach der Blüte stehen lassen, damit sie sich selbst aussäen kann.
Gute Partnerin: Die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) — sie teilt die Vorliebe für trockene Kalkmagerwiesen und ergänzt die Pflanzung ökologisch ideal.
Die Pflanze gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist als einjähriges Kraut in Deutschland und Österreich heimisch. Ihr natürliches Vorkommen liegt in Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und auf Kalkstandorten. Charakteristisch sind die sehr schmalen Blätter und die kleinen Blütendolden, die von schmalen Hüllblättern begleitet werden. Da sie nur auf basenreichen Böden gedeiht, gilt sie als zuverlässige Zeigerpflanze für kalkhaltige Untergründe.
3 Videos zu Gerards Hasenohr
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →