
Calamintha menthifolia
Auch bekannt als: Calamintha menthifolia
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Arten
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Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist die Wald-Bergminze durch ihre lippenförmigen, blassvioletten Blüten und den intensiven, minzartigen Duft, den sie an warmen Tagen verströmt. Diese Staude ist ein echter Gewinn für deinen Naturgarten, da sie als spezialisierte Nahrungsquelle für seltene Schmetterlinge wie den Ziest-Dickkopffalter (Carcharodus lavatherae) dient. Da sie sowohl als indigen (ursprünglich einheimisch) als auch als Archäophyt (vor 1492 eingewandert) gilt, ist sie perfekt an unsere Umwelt angepasst. Wenn du eine pflegeleichte Pflanze suchst, die Leben in die Gartenbeete bringt, liegst du hier genau richtig. Beobachte im Spätsommer einmal die Blüten – sie sind ein wahrer Insektenmagnet.
Bühne frei für Falter: Die Wald-Bergminze lockt seltene Schmetterlinge an.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Pflanze eine lebenswichtige Tankstelle für spezialisierte Falter. Besonders hervorzuheben sind Besuche durch den Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera) und den Späten Würfelfalter (Muschampia tessellum). Auch der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) nutzt das Nektarangebot intensiv. Weitere Nutznießer sind die Dickkopffalter-Arten Muschampia mohammed und Carcharodus orientalis. Da die Wald-Bergminze spät im Jahr blüht, schließt sie eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot für Insekten. Vögel profitieren indirekt von der Insektenvielfalt, welche die Pflanze in den Garten lockt.
Die Wald-Bergminze wird als nicht kindersicher eingestuft. Achte daher darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen oder verschlucken. Im Falle eines Falles erreichst du den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wähle einen Standort am halbschattigen bis sonnigen Gehölzrand oder in einer trockenen Rabatte.
Der Boden sollte gut durchlässig sein; Staunässe verträgt die Pflanze nicht gut.
Pflanze die Bergminze idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Frost.
Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte fördert oft einen kompakten Wuchs, ist aber kein Muss.
Gießen ist nur in sehr trockenen Sommern nötig, da sie Trockenphasen gut übersteht.
Lass die vertrockneten Triebe über den Winter stehen, um den Wurzelstock zu schützen.
Vermehrung ist durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr möglich.
Gute Partnerin: Die Echte Betonie (Betonica officinalis) – sie teilt sich denselben Lebensraum am Waldsaum und bietet einen schönen farblichen Kontrast.
Die Wald-Bergminze gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in Deutschland sowie der Schweiz heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind lichte Laubwälder und Saumgesellschaften (Übergangsbereiche zwischen Wald und offenem Land). Eine botanische Besonderheit ist ihre Symbiose mit der AM-Mykorrhiza (bestimmte Bodenpilze, die die Nährstoffaufnahme verbessern). Als ausdauernde, krautige Pflanze bildet sie lockere Horste und zeigt die für ihre Familie typischen, vierkantigen Stängel. Die Art gilt laut Roter Liste derzeit als nicht gefährdet.
2 Videos zu Wald-Bergminze
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Alison Toon / Adobe Stock / AdobeStock_208950163
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