Bild folgtKI-generierte IllustrationFamilie: Formicidae
heimisch Deutschland
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Die kleine Stöpselkopfameise (Camponotus truncatus) erkennst Du an ihrem markanten, flach geformten Kopf, der bei den spezialisierten Soldaten wie ein Pfropfen zum Verschließen des Nesteingangs dient. Diese Ameisenart lebt bevorzugt in Totholz oder hohlen Ästen, wo sie kleine Kolonien gründet. Die Tiere fallen durch ihre eher ruhigen, aber ruckartigen Bewegungen auf den Rinden von Bäumen auf. In Deinem Garten übernehmen sie eine wichtige ökologische Funktion, da sie durch ihre Lebensweise im Holz zur Zersetzung organischer Substanz beitragen. Ameisen lockern durch ihre Gangsysteme zudem das Material auf und fördern so die Belüftung kleinster Hohlräume. Die Ernährung erfolgt bei dieser Gruppe generalistisch (vielseitig), wobei sie vor allem kohlenhydrathaltige Ausscheidungen anderer Insekten und gelegentlich kleine Beutetiere nutzen. Da sie oft trophobiotisch (in Symbiose mit Honigtau liefernden Insekten lebend) sind, findet man sie häufig in der Nähe von Blattläusen. Die Larven entwickeln sich geschützt im Inneren der Holzgänge, wo sie von den Arbeiterinnen intensiv versorgt werden. Als Gärtner kannst Du diese Art fördern, indem Du altes Holz und abgestorbene Äste an Bäumen belässt. Eine Bekämpfung ist nicht notwendig, da sie keine Schäden an lebendem Holz verursachen.
Diese Ameise ist für den Menschen völlig harmlos, da sie weder sticht noch beißt und sich gegenüber Gärtnern sehr friedlich verhält. Als nützlicher Bestandteil des Ökosystems sollte sie geschützt werden. Es handelt sich nicht um einen Schädling, da sie keine Bausubstanz in Gebäuden gefährdet.
Die Stöpselkopfameise (Camponotus truncatus) gehört zur Familie der Ameisen (Formicidae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Sie zeichnet sich durch eine arboricole (baumbewohnende) Lebensweise aus und bevorzugt sonnige Standorte. Mit einer Körpergröße von etwa 3 bis 6 Millimetern gehört sie zu den kleineren Vertretern ihrer Gattung. Die Art ist thermophil (wärmeliebend) und besiedelt oft Totholzstrukturen in Gärten oder an Waldrändern.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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