Bild folgtKI-generierte IllustrationCarlina vulgaris subsp. vulgaris
Schon von weitem fällt die Kleine Eberwurz durch ihre strohigen, silbrig-glänzenden Blütenköpfe auf, die von dornigen Hüllblättern umgeben sind. Diese markante Erscheinung macht sie zu einem echten Charakterkopf in deinem Garten, der auch im verblühten Zustand Struktur liefert. Als typische Bewohnerin karger Standorte ist sie für naturnahe Gärten besonders wertvoll, da sie an Plätzen gedeiht, die für andere Pflanzen zu trocken oder nährstoffarm sind. Sie bietet verschiedenen Bestäuber-Gruppen und Vögeln eine wichtige Nahrungsbasis in den späten Sommermonaten. Wenn du eine robuste Pflanze für sonnige Kalkstandorte suchst, liegst du mit ihr genau richtig.
Silberglanz auf 0.29 m: Die unermüdliche Spezialistin für sonnige Magerstandorte.
Die Kleine Eberwurz ist eine wertvolle Tankstelle für verschiedene Bestäuber, die in der kargen Landschaft nach Nektar suchen. Ihre Samen sind aufgrund des geringen Gewichts von 1.4433 mg für die Wind- und Fernausbreitung optimiert, dienen aber gleichzeitig im Winter als Nahrung für verschiedene Vogelarten. Da die Pflanze auch in der kalten Jahreszeit standfest bleibt, bietet sie wichtige Überwinterungsstrukturen für kleine Lebewesen im Garten. Die Mykorrhiza-Verbindung (AM - Arbuskuläre Mykorrhiza), eine Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen, hilft ihr dabei, Nährstoffe aus magersten Böden effizient zu erschließen. In einem ökologischen Garten fördert sie somit die biologische Vielfalt auf schwierigen Standorten.
Die Kleine Eberwurz gilt als nicht kindersicher, was ausschließlich an ihren harten und spitzen Dornen an den Blättern und Blütenhüllen liegt. Trage beim Pflanzen oder bei Pflegemaßnahmen am besten feste Gartenhandschuhe, um schmerzhafte Stiche zu vermeiden. Eine Giftigkeit für Menschen oder Haustiere ist nicht bekannt, die mechanische Abwehr durch die Dornen macht sie zudem für die meisten Tiere als Fraßpflanze unattraktiv.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.295 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtzahl 8), da sie Schatten nicht verträgt.
Boden: Der Untergrund muss mager (Schwachzehrer) und kalkhaltig beziehungsweise basisch sein.
Feuchtigkeit: Die Pflanze bevorzugt trockene bis mäßig feuchte (frische) Bedingungen; vermeide jede Form von Staunässe.
Wuchshöhe: Beachte bei der Planung die fixe Höhe von genau 0.29 m.
Pflanzzeit: Setze die Kleine Eberwurz am besten im Frühjahr (März-Mai) oder im Herbst (September-November).
Pflege: Ein Düngen ist nicht erforderlich, da sie an nährstoffarme Verhältnisse angepasst ist.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich über ihre leichten Samen (1.4433 mg) durch den Wind; lass die Fruchtstände für die Selbstaussaat stehen.
Partner: Die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen Ansprüche an kalkreiche Magerböden stellt.
Die Kleine Eberwurz (Carlina vulgaris subsp. vulgaris) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist als Indigen (einheimische Art) in Deutschland fest etabliert. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie kalkhaltige Standorte, was sich in ihrer hohen Widerstandsfähigkeit widerspiegelt. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre dornig gezähnten Blätter und die typischen 'Trockenblüten' aus, deren innere Hüllblätter bei Feuchtigkeit einkrümmen. Mit einer Blattfläche von 308.82 mm² ist sie optimal an eine geringe Verdunstung auf sonnigen Flächen angepasst.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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