Bild folgtKI-generierte IllustrationTrocdaris verticillatum
Auch bekannt als: Trocdaris verticillatum
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An seinen fast bürstenartig wirkenden Blättern, die in dichten Quirlen (kreisförmige Anordnung um den Stängel) stehen, lässt sich der Quirlkümmel (Trocdaris verticillatum) sofort erkennen. Dieser seltene Doldenblütler (Pflanzenfamilie mit schirmartigen Blütenständen) ist ein echter Spezialist für feuchte Standorte auf sauren Böden. Er bietet vor allem der Feldwespe (Polistes) eine wichtige Nahrungsquelle, da sein Nektar in den flachen Dolden offen zutage liegt. Wenn du eine Vorliebe für botanische Raritäten hast und eine feuchte Ecke im Garten ökologisch aufwerten willst, ist er die perfekte Wahl. Du holst dir damit ein Stück ursprüngliche Natur direkt ans Haus.
Bürstenartige Blätter und wertvoller Nektar: Die Rarität für feuchte Saumböden.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Quirlkümmel eine zentrale Futterpflanze für die Feldwespe (Polistes), die den leicht erreichbaren Nektar auf den weißen Blütendolden sammelt. Durch die offene Blütenstruktur profitieren zudem verschiedene Schwebfliegenarten, die zur natürlichen Schädlingsregulierung im Garten beitragen. In den Wintermonaten bieten die stehengelassenen Samenstände eine wichtige Energiequelle für samenfressende Vögel. Da er an sehr spezifische, feucht-saure Bedingungen angepasst ist, fördert er die Artenvielfalt von Insekten, die auf solche selten gewordenen Biotopstrukturen angewiesen sind. Als heimische Wildpflanze ist er zudem ein potenzieller Eiablageplatz für spezialisierte Kleinschmetterlinge.
Der Quirlkümmel wird als nicht kindersicher eingestuft. Da viele Doldenblütler Inhaltsstoffe besitzen, die bei Hautkontakt oder Verzehr problematisch sein können, ist im Umgang mit Kindern Vorsicht geboten. Im Falle eines unbeabsichtigten Verzehrs wende dich bitte sofort an den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Pflanze kräftig gedeiht (Ellenberg Lichtwert 7).
Bodenfeuchte: Halte das Erdreich konstant feucht; Staunässe wird an mageren Standorten gut vertragen (Ellenberg Feuchtewert 7).
Nährstoffe: Setze ihn in nährstoffarme Erde, da er ein Schwachzehrer ist und bei Überdüngung schnell verdrängt wird (Ellenberg Stickstoffwert 3).
Bodenreaktion: Achte auf einen sauren Boden ohne Kalkzugabe (Ellenberg Reaktionswert 3).
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst ab September.
Pflege: Schneide die Stängel erst im Spätwinter zurück, um die Struktur im Winter zu erhalten.
Vermehrung: An geeigneten, feuchten Stellen sorgt er durch Selbstaussaat für den Fortbestand des Bestands.
Gute Partnerin: Das Sumpf-Blutauge (Potentilla palustris) ist eine hervorragende Nachbarin, da es ebenfalls saure und feuchte Magerstandorte besiedelt.
Der Quirlkümmel gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist innerhalb seiner Gattung (Trocdaris) ein besonderer Vertreter der heimischen Flora Deutschlands. Sein natürlicher Lebensraum sind Feuchtwiesen und Moore, die als Magerstandorte (nährstoffarme Flächen) ausgeprägt sind. Morphologisch auffällig ist die namensgebende Blattstellung, bei der die feinen Fiederblättchen der Grundblätter so angeordnet sind, dass sie den Stängel scheinbar umkreisen. Die Pflanze bevorzugt kühle bis mäßig warme Lagen und reagiert empfindlich auf Kalk im Boden.
3 Videos zu Quirlkümmel
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →