Bild folgtKI-generierte IllustrationFamilie: Castoridae
Der Europäische Biber (Castor fiber) ist unser größtes heimisches Nagetier. Mit seinem dicht behaarten, abgeflachten Schwanz, der sogenannten Kelle, steuert er beim Schwimmen präzise und nutzt ihn an Land als Stütze. Sein Fell ist durch ein spezielles Öl, das er aus Drüsen gewinnt, nahezu wasserdicht. Wenn du das Glück hast, an einem naturnahen Gewässer in seiner Nähe zu wohnen, erkennst du seine Anwesenheit oft an typisch kegelförmigen Bissspuren an Baumstämmen. Er ist ein ausgeprägter Pflanzenfresser, der im Sommer vorwiegend krautige Pflanzen und im Winter die Rinde von Weichhölzern wie Weide oder Pappel aufnimmt.
Der Europäische Biber steht unter strengem Schutz gemäß des Bundesnaturschutzgesetzes. Er ist kein Tier für den eigenen Garten, sondern ein Bewohner der freien Landschaft an Flüssen und Seen. Solltest du einen Biberbau oder gefällte Bäume an einem Gewässer in deiner Nähe entdecken, halte unbedingt Abstand und lasse ihn in Ruhe. Störungen, insbesondere an seinem Bau, sind verboten. Wenn du Fragen zu Biberaktivitäten hast, wende dich bitte an die örtliche Untere Naturschutzbehörde, die bei Konflikten wie etwa vernässten Flächen vermitteln kann.
Der Biber gehört zur Familie der Castoridae (Biberartige). Als semi-aquatisches Säugetier, also ein Tier, das sowohl im Wasser als auch an Land lebt, ist er anatomisch hervorragend angepasst: Seine Augen und Ohren liegen hoch am Kopf, sodass er beim Schwimmen fast vollständig untergetaucht bleiben kann. Er ist ein sogenannter Ökosystemingenieur, da er durch den Bau von Dämmen den Wasserstand von Bächen und Gräben aktiv beeinflusst. Dies schafft wertvolle neue Lebensräume für eine Vielzahl von Amphibien und Wasserinsekten, die auf ruhiges Wasser angewiesen sind.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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