Bild folgtKI-generierte IllustrationCerinthe glabra subsp. glabra
Auch bekannt als: Cerinthe glabra subsp. glabra
Wer die Alpen-Wachsblume einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren glockenförmigen Blüten und dem auffallend blaugrauen, fast wachsartig bereiften Laub ist sie eine echte Besonderheit im Garten. Für deinen Naturgarten ist sie vor allem deshalb wertvoll, weil sie eine spezialisierte Nische in kühleren, kalkreichen Lagen besetzt. Da sie sehr nährstoffbedürftig ist, zeigt sie dir zuverlässig an, wo dein Boden besonders kraftvoll und gesund ist. Obwohl keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, locken ihre tiefen Kelche typischerweise langrüsselige Insekten an, die in Gebirgsregionen zu Hause sind. Wenn du eine Vorliebe für alpine Flora hast, ist diese 0,43 m hohe Pflanze genau die richtige Wahl für dich.
Alpine Eleganz für Kenner: Die 43 cm hohe Expertin für kalkreiche Böden.
Die ökologische Funktion dieser Art liegt in ihrer Anpassung an spezielle Gebirgslagen. Da die Samen mit 6,29 mg vergleichsweise schwer sind, erfolgt die Verbreitung vor allem über kurze Distanzen direkt am Boden oder durch Tiere, die die Diasporen (Ausbreitungseinheiten) verschleppen. In der Natur trägt sie zur Stabilisierung von Hochstaudenfluren bei. Da für diese Unterart aktuell keine spezifischen Bestäubungsdaten zu einzelnen Insektenarten vorliegen, bleibt ihre Rolle als Nektarquelle für die allgemeine Insektenwelt ihrer Heimatregion hervorzuheben. Sie dient zudem als wichtiger Bestandteil der heimischen Biodiversität in kühlen, nordischen oder alpinen Klimalagen (Ellenberg Temperatur 2).
Bitte beachte, dass die Alpen-Wachsblume als nicht kindersicher eingestuft wird. Wie viele Raublattgewächse kann sie Inhaltsstoffe enthalten, die bei Verzehr oder Kontakt mit Schleimhäuten unvorteilhaft sind. Ein Standort außerhalb der direkten Reichweite von spielenden Kleinkindern ist daher empfehlenswert.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.433 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen sonnigen Platz (Ellenberg Licht 7), damit die Pflanze ihre typische Blattfärbung voll entwickelt.
Boden: Der Boden muss sehr nährstoffreich sein (Ellenberg Stickstoff 10); arbeite vor der Pflanzung reichlich reifen Kompost ein.
Kalkgehalt: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Untergrund (Ellenberg Reaktion 8), da sie saure Böden meidet.
Feuchtigkeit: Halte das Beet gleichmäßig frisch, also mäßig feucht (Ellenberg Feuchte 4), besonders während der Anwachsphase.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst vor den ersten starken Frösten.
Wuchs: Mit einer fixen Wuchshöhe von 0,43 m ist sie ideal für den vorderen oder mittleren Beetbereich.
Vermehrung: Die Pflanze bildet schwere Samen (6,29 mg), die meist in der Nähe der Mutterpflanze zu Boden fallen; lass sie für eine Selbstaussaat einfach stehen.
Gute Partnerin: Der Gelbe Eisenhut (Aconitum vulparia) – er teilt die Vorliebe für kalkreiche, frische Standorte und ergänzt die Alpen-Wachsblume ökologisch perfekt.
Die Alpen-Wachsblume (Cerinthe glabra subsp. glabra) gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) und ist ein typischer Vertreter der Gebirgsflora Deutschlands. Ihr natürlicher Lebensraum sind frische, kalkhaltige Standorte, oft in Gesellschaft von Hochstauden oder an Waldrändern. Botanisch zeichnet sie sich durch ihre unbehaarten, glatten Blätter aus – ein Gegensatz zu vielen anderen Vertretern ihrer Familie, die oft borstig behaart sind. Die Unterart glabra ist an das kühle, alpine Klima angepasst, was sich in ihrer hohen Frosthärte widerspiegelt. Sie wächst rein krautig und verholzt nicht, wobei sie eine kompakte Wuchshöhe von 0,43 m erreicht.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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